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Panorama Im Garten von pädophilem Rentner (83): Suche mit Baggern nach vermissten Kindern
Nachrichten Panorama Im Garten von pädophilem Rentner (83): Suche mit Baggern nach vermissten Kindern
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13:52 28.06.2019
Ein Spürhund läuft neben Baggern im Garten eines Hauses in Wuppertal. Bei einem 83-jährigen Wuppertaler geht nach dem Fund von Kinderpornografie und Zeitungsartikeln über vermisste Kinder eine aufwendige Suchaktion weiter. Quelle: David Young/dpa
Wuppertal

Auf der Suche nach vermissten Kindern gräbt die Polizei mit Baggern in Wuppertal einen Garten um - begleitet von einem Leichenspürhund. Im dazu gehörigen Haus eines 83-jährigen Mannes waren neben einer großen Menge an Kinderpornografie in einem Safe Zeitungsartikel über vermisste Kinder entdeckt worden. Die Polizei startete daraufhin eine aufwendige Suchaktion.

„Wir haben bislang keine Beweise, dass der Mann etwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun hat“, betonte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert am Freitag in Wuppertal. Der Verdächtige bestreite dies auch, während er den Besitz der Kinderpornografie eingeräumt habe.

Die offenkundig pädophile Neigung des Mannes mit den Funden in seinem Haus hätten aber einen entsprechenden Verdacht erregt, dem die Polizei mit großem Personalaufwand nachgehe. Neben einer „gewaltigen Datenmenge“ von Kinderpornografie hatten die Beamten auch einen scharfen Revolver entdeckt. Auf das verwahrloste Grundstück mit zugewachsenem Teich waren daraufhin zwei Bagger gebracht worden.

Auch beim Sohn (52) wurde Kinderpornografie gefunden

Gegen den Senior sei am Donnerstag Haftbefehl erlassen worden. Dieser sei vom zuständigen Richter gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die Polizei hatte am Mittwoch bei einer Durchsuchung 50 Festplatten, mehrere Laptops und Computer mit umfangreichem Bildmaterial im Haus sichergestellt. Eine erste Sichtung bestätigte den Verdacht, dass der Mann im Besitz von Kinderpornografie ist. Außerdem fanden die Beamten einen scharfen Revolver und Teile einer Panzerabwehrrakete ohne Sprengkopf. Deshalb musste auch der Kampfmittelräumdienst anrücken.

Ebenfalls ins Visier der Ermittler geriet vorübergehend der in Dortmund lebende 52-jährige Sohn, in dessen ehemaligem Kinderzimmer ebenfalls einschlägiges Bildmaterial gefunden wurde. Bei der Durchsuchung seiner Dortmunder Wohnung sei aber nichts Verdächtiges entdeckt worden. Daneben kam heraus: Der 83-Jährige hat ehrenamtlich Schüler bei deren Hausaufgaben betreut. Die Polizei nahm Kontakt zu den Einrichtungen auf und startete zusätzliche Ermittlungen. Nach derzeitigem Stand gebe es aber keine Hinweise, dass der Beschuldigte sein Ehrenamt ausgenutzt hat, um Kinder sexuell zu missbrauchen. Bis zu 80 Polizisten seien am Mittwoch und Donnerstag im Einsatz gewesen.

Von RND/dpa