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Panorama Lügde: Hauptangeklagter soll schon im Jahr 2000 angezeigt worden sein
Nachrichten Panorama Lügde: Hauptangeklagter soll schon im Jahr 2000 angezeigt worden sein
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22:56 26.06.2019
In dieser inzwischen angerissenen Parzelle sollen sich einige der Taten ereignet haben. Quelle: Guido Kirchner/dpa
Lügde

Bereits im Jahr 1998 soll der Hauptverdächtige im Missbrauchsfall von Lügde ein Kind missbraucht haben. Die Mutter des damals vierjährigen Mädchens habe 2000 zur Anzeige gebracht, dass ihre Tochter nach einem Ausflug mit einem „Addy“ auf dem Lügder Campingplatz Eichwald erzählt habe, „Penis lecken schmeckt nicht“. Das haben Recherchen von NDR, „Süddeutscher Zeitung“ und WDR ergeben.

Die Mutter hatte den Fall demnach zunächst nicht angezeigt, erst als das Mädchen zwei Jahre nach dem Vorfall mit besagtem „Addy“, dem Spitznamen des Hauptverdächtigen, auch von seinem Vater missbraucht worden sein soll, erstattete sie Anzeige und schilderte darin auch den Vorfall in Lügde. Der Staatsanwalt habe aber nur die Vorwürfe gegenüber des Vaters verfolgt. Der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer sagte der „Süddeutschen“ dazu, dass die vagen Vermutungen der Mutter nicht ausgereicht hätten, um einen Anfangsverdacht zu begründen.

Was aus dem Ermittlungsverfahren wurde, ist unbekannt

2002 gab auch der Vater des Kindes an, dass nicht er, sondern Andreas V. das Kind missbraucht hätte. Was mit dem eingeleiteten Verfahren passierte, ist aber unbekannt, so die „Süddeutsche Zeitung“. Eine Anfrage blieb unbeantwortet.

Am Donnerstag beginnt das Verfahren im Missbrauchsfall. Dem Hauptverdächtigen Andreas V. sowie zwei Mitangeklagten wird vorgeworfen, sich auf dem Campingplatz an insgesamt 33 Kindern sexuell vergangen zu haben und teilweise kinderpornografisches Material angefertigt zu haben. 22 Kinder sollen von V. missbraucht worden sein. 450 Einzeltaten werden den drei Angeklagten zur Last gelegt. 27 Oper sind in dem Prozess Nebenkläger.

Von RND/msk

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