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Panorama Lügde: Staatsanwaltschaft weitet Anklage auf fast 300 Fälle aus
Nachrichten Panorama Lügde: Staatsanwaltschaft weitet Anklage auf fast 300 Fälle aus
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12:11 05.06.2019
Auf einem Campingplatz in Lügde sollen mehr als 40 Kinder missbraucht worden sein. Quelle: Guido Kirchner/dpa
Lügde

Die Staatsanwaltschaft Detmold wirft im Fall des mutmaßlichen vielfachen Kindesmissbrauchs in Lügde dem Hauptangeschuldigten weitere Missbrauchsfälle vor. Mit fünf weiteren Fällen sexuellen Missbrauchs erhöht sich die Zahl der vorgeworfenen Taten auf 298, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Opfer sind demnach bislang 23 Mädchen. Die Staatsanwaltschaft erhob eine Nachtragsklage gegen den 56-jährigen Hauptverdächtigen. Die Zulassung der Nachtragsklage zur Hauptverhandlung werde zurzeit von der zuständigen Strafkammer geprüft.

Bei dem hinzugekommenen Opfer soll es sich um ein Mädchen handeln, dass zur Zeit des mutmaßlichen Missbrauchs zehn Jahre alt war. Die Taten sollen in den Sommerferien 2017 auf dem Campingplatz „Eichwald“ in Lügde-Elbrinxen begangen worden sein.

Mehr als 40 Kinder sollen auf dem Campingplatz missbraucht worden sein

Auf dem Campingplatz sollen mehr als 40 Kinder zwischen vier und 13 Jahren über Jahre hinweg sexuell missbraucht worden sein. Drei der Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft, gegen fünf weitere wird ermittelt. Dem 56-jährigen Hauptverdächtigen, der als Dauercamper auf dem nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen gelegenen Campingplatz lebte, wirft die Staatsanwaltschaft Missbrauch von Schutzbefohlenen, schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie Besitz kinderpornografischer Schriften vor.

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Von RND/epd