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Panorama Wie 16 Frauen sich auf die „Miss Germany“-Wahl vorbereiten
Nachrichten Panorama Wie 16 Frauen sich auf die „Miss Germany“-Wahl vorbereiten
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21:00 14.02.2019
Die 16 „Miss Germany“-Kandidatinnen – darunter Miss Nordrhein-Westfalen Lara-Kristin Bayer (Foto unten links) – üben auf Fuerteventura für das Finale. Quelle: Marcus Schröpfer/Jeremy Möller
Rust/Fuerteventura

Auf Highheels laufen, sich richtig am Tisch benehmen und authentisch auftreten: Wer für ein Jahr „Miss Germany“ werden will, muss mehr können als nur schön aussehen. In einem Camp werden die 16 Kandidatinnen aus den verschiedenen Bundesländern zurzeit auf das Finale am 23. Februar vorbereitet – unter anderem mit Shootings, Catwalktrainings oder einem Kniggekurs. Doch am Ende kann es nur eine werden.

Genau: Dieser Lieblingssatz von Heidi Klum trifft auch auf die „Miss Germany“-Wahl zu. Und auch sonst lassen sich einige Parallelen zu „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM) finden: Nicht nur, dass die Kandidatinnen, die zur Vorbereitung eine Woche nach Fuerteventura flogen und vorher und nachher im Europapark Rust für die Show üben, fast ununterbrochen fotografiert und gefilmt werden, im Camp finden sich auch ein paar Gesichter aus der TV-Show wieder.

Bilder aus dem „Miss Germany“-Camp auf Fuerteventura

Auf der kanarischen Insel haben sich die 16 „Miss Germany“-Kandidatinnen auf die Wahl am 23. Februar im Europapark Rust vorbereitet.

Boris Entrup ist zum Beispiel dabei: Der 40-jährige Makeup-Artist, der auch bei GNTM den angehenden Models beim Schminken hilft und berät, gibt den Missen auf der kanarischen Insel Tipps, wie sie ihr Gesicht richtig in Szene setzen. Auf dem Laufsteg wiederum motiviert Nikeata Thompson (38), die wie Entrup bei der Wahl auch in der Jury sitzt, die Kandidatinnen: Sie ist nicht nur als Backgroundtänzerin von Musikern wie Seeed und Lena Meyer-Landrut bekannt, sondern auch bei GNTM immer wieder als Catwalk-Trainerin mit dabei.

Und dann ist da noch die Miss Nordrhein-Westfalen, die es 2016 bei GNTM unter die Top 13 schaffte. Die 20-jährige Lara-Kristin Bayer dürften viele nicht wiedererkennen: In der Modelshow war sie – nach Klums bekanntem Umstyling – mit kurzen Haaren unterwegs. Mittlerweile sind sie wieder lang gewachsen – zur Zufriedenheit der Kandidatin. Die Essenerin war ganz glücklich, dass sie beim Stylingtermin während der „Miss Germany“-Vorbereitung sagen durfte, was sie will. „Es ist schön, einfach selbst zu entscheiden“, sagt die junge Frau mit der blonden Wallemähne. „Beim Format Topmodel verändern sie die Mädchen einfach, wie sie es wollen. Das fühlt sich nicht richtig an.“

Das lernen die „Miss Germany“-Kandidatinnen im Camp

Sowieso findet Bayer, dass man die „Miss Germany“-Wahl und GNTM „zu null Prozent“ vergleichen kann. „Ich fühle mich hier deutlich wohler, es ist alles sehr familiär und es wird viel mehr auf die Persönlichkeit geachtet“, sagt die Miss Nordrhein-Westfalen über das Camp. „GNTM ist viel oberflächlicher. Die machen das wunderbar, aber es geht eben um die Show.“

Den Ruf der Oberflächlichkeit will auch die „Miss Germany“-Familie Klemmer, die die Wahl seit dem Jahr 1960 organisiert, nicht an ihrem Schönheitswettbewerb haften haben – und richtet die „Miss Germany“-Wahl in diesem Jahr deshalb erstmals ohne Bikini-Walk aus. „Wir haben uns schon länger damit auseinander gesetzt und sehen uns weniger als klassischen Schönheitswettbewerb, sondern mehr als neuartigen Personality-Wettbewerb“, sagt Max Klemmer, der die Wahl und die Vorbereitung dafür in dritter Generation mitveranstaltet. „Da braucht man keinen Auftritt im Bikini, damit die Kandidatinnen ihre Geschichten erzählen können.“

Das sind die „Miss Germany“-Kandidatinnen 2019

16 junge Frauen kandidieren am 23. Februar wieder um den Titel der „Miss Germany“. Die Kandidatinnen kommen aus den 16 Bundesländern Deutschlands.

Weil es bei der Wahl eben auch um die Persönlichkeit gehen soll, wurde auf Fuerteventura für die Kandidatinnen auch ein „Personality“-Workshop mit Nikeata Thompson organisiert. „Da ging es darum, dass man sympathisch, aber auch sehr selbstbewusst und immer authentisch herüberkommt“, erzählt Bayer, die zurzeit eine Ausbildung zur Bürokauffrau macht. „Wir haben uns alle sehr geöffnet. Es war sehr emotional, wir mussten alle weinen. Aber es war auch schön.“

Wer sich vorstellt, dass 16 junge Frauen ganz gemütlich eine schöne Zeit auf Fuerteventura verbringen, täuscht sich aber: Mit fast 60 Personen seien sie in dem Camp, erzählt Veranstalter Klemmer – darunter neben den Kandidatinnen Foto- und Videografen, Makeup-Artisten, Betreuer, Coaches und die Organisatoren-Familie Klemmer. Ein straffes Programm steht für die Kandidatinnen an: Jeden Tag Shootings, teilweise schon morgens bei Sonnenaufgang, Catwalktrainings, ein Kniggekurs, ein Coaching zum professionellen Umgang mit Social Media und vieles mehr.

Beim Catwalk kommt es auf mehr als nur das Laufen an

Die Kandidatinnen sind nonstop zusammen im Einsatz. „Das verbindet“, sagt die 20-jährige Bayer. „Wir sind jetzt wie Schwestern.“ Und da soll es nie Zickereien oder Konkurrenzkampf geben? „Es ist sehr harmonisch, aber mal sehen, wie das kurz vor dem Finale wird.“ Bis dahin stehen intensive Proben an – sowohl für die Catwalks als auch für die persönliche Vorstellung auf der Bühne. „Das Reden muss ich noch ein bisschen üben. Wenn ich aufgeregt bin, rede ich sehr schnell“, sagt die Blondine. Dafür hat sie durch ihre Zeit bei GNTM Vorteile beim Walk: „Das läuft bei mir schon sehr gut“, so Bayer. Auch sie weiß: Am Ende kann nur eine die „Miss Germany“ werden.

Lara-Kristin Bayer (20) war auch schon bei „Germany’s Next Topmodel

Von Hannah Scheiwe/RND

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