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Panorama Missbrauchsfall Lügde: Justiz prüft neue Vorwürfe gegen Jugendamt
Nachrichten Panorama Missbrauchsfall Lügde: Justiz prüft neue Vorwürfe gegen Jugendamt
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06:22 07.06.2019
Windspiele hängen an der mittlerweile abgerissenen Campinghütte des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald. Quelle: Guido Kirchner/dpa
Hannover

Nach den zahlreichen Fällen von Kindesmissbrauch in Lügde in Nordrhein-Westfalen gibt es neue Vorwürfe gegen das Jugendamt im niedersächsischen Hameln-Pyrmont. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft einem Bericht zufolge Hinweise, wonach das Jugendamt nicht auf eine Behördenanzeige aus Nordrhein-Westfalen reagiert habe.

Mehr zum Thema: Staatsanwalt im Lügde-Skandal: „Ein Schweige-System, das den Kindern Angst gemacht hat“

„Ermittelt wird gegen zwei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge, dem Politikjournal „Rundblick“ (Freitag). Bei dem Anfangsverdacht gehe es um die Frage, ob durch pflichtwidriges verspätetes Eingreifen körperliche Misshandlungen ermöglicht wurden, sagte Klinge.

Missbrauchsfall Lügde: Hauptverdächtiger soll mehr als 40 Kinder missbraucht haben

Auf dem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen sollen über Jahre hinweg mehr als 40 Kinder schwer sexuell missbraucht worden sein. Die Anklage wirft einem 56 Jahre alten Hauptverdächtigen 298 Fälle vor. Angeklagt sind zudem ein 34 Jahre alter Komplize sowie ein 49 Jahre alter Mann, der an Webcam-Übertragungen des Kindesmissbrauchs teilgenommen haben soll. Der Prozess soll Ende Juni beginnen.

Von RND/dpa