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Panorama Wird Wonder Woman doch nicht UN-Botschafterin?
Nachrichten Panorama Wird Wonder Woman doch nicht UN-Botschafterin?
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13:13 21.10.2016
Bei dieser Frau wird sogar Batman neidisch: Wonder Woman strotzt vor Energie. Aber reicht das auch zur UN-Botschafterin?   Quelle: dpa
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New York

 Keine Frage: Sie ist gut gebaut, strotzt vor Kraft und Energie – wäre sie nur nicht so knapp bekleidet und obendrein mit reichlich Oberweite ausgestattet: Die Rede ist von Wonder Woman. Die Comicfigur aus den Siebzigerjahren ist noch bestens bekannt. Nun soll sie ihr Comeback feiern. Doch nicht etwa auf der Mattscheibe, sondern als Botschafterin für Frauenrechte der Vereinten Nationen. Bitte was? Was zunächst nach einem Scherz klingt, soll am heutigen Freitag von den Vereinten Nationen abgesegnet werden. Doch das schmeckt einigen Menschen, vornehmlich Frauen, so gar nicht.

Mehr als 600 UN-Mitarbeiter hätten laut „New York Times“ bereits eine Online-Petition gegen die neue „Comic“-Botschafterin „mit den großen Brüsten und unmöglichen Proportionen“ unterschrieben. Mit ihrem schimmernden, knallengen Body und den kniehohen Stiefeln eigne sie sich keinesfalls als Vertreterin für Frauenrechte im Sinne der UN, heißt es in der Petition.

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Spott und Häme im Netz

Im Netz hat die Wahl bereits für reichlich Spott und Häme gesorgt: „Wonder Woman wird UN-Botschafterin für die Rolle der Frau. Das ist, als würde der Hulk UN-Botschafter, um die Rolle des Mannes zu stärken“, schreibt etwa Nutzer Gavin Karlmeier auf Twitter. Und Userin Anna Giulia Fink dürfte mit ihrem Tweet wohl vielen Frauen aus der Seele sprechen: „ban-nachfolge ging nicht wie geplant an eine frau, 9 von 10 UN-führungsjobs gehen an männer. aber wonder woman wird botschafterin #bissldürftig“.

Ein Vorbild für die Frauen? Diese „Wonder Woman“ ging kostümiert für die Tea Party auf die Straße. Quelle: EPA

Frauenrechtlerinnen innerhalb und außerhalb der Vereinten Nationen hatten zuvor ebenfalls angemahnt, dass die Wahl zu einem Zeitpunkt, an dem die Vereinten Nationen keine weibliche Generalsekretärin ernannt hätten, äußerst ungelegen käme.

Von RND/caro

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