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Panorama Polizei bestätigt: SEK-Einsatz auf Fähren steht in Zusammenhang mit Fall Lübcke
Nachrichten Panorama Polizei bestätigt: SEK-Einsatz auf Fähren steht in Zusammenhang mit Fall Lübcke
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13:09 11.06.2019
Eine Fähre läuft von Harlesiel aus nach Wangerooge. Quelle: imago images / alimdi
Kassel

Der Polizeieinsatz auf zwei Wangerooge-Fähren in Niedersachsen am Samstag steht im Zusammenhang mit dem Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Das haben das Hessische Landeskriminalamt (LKA) und die Kasseler Staatsanwaltschaft am Dienstag erstmals bestätigt. „In diesem Zusammenhang wurde eine Person in Gewahrsam genommen und mit dem Ziel der Informationsgewinnung in das Polizeipräsidium Nordhessen nach Kassel verbracht“, teilten die Behörden mit.

Bei der Befragung hätten sich aber keine Anhaltspunkte ergeben, dass der Mann an der Tat beteiligt war. „Aus diesem Grund wurde die Person in den frühen Sonntagmorgenstunden wieder entlassen“, erklärten die Ermittler, die keine weiteren Angaben zu dem Mann oder dem Hintergrund der Polizeiaktion machten. Mehrere Medien hatten am Wochenende über den Einsatz in Wittmund-Harlesiel (Kreis Wittmund) berichtet. Die Fähren starten dort zur Insel Wangerooge. Die zuständige Polizei Wilhelmshaven hatte nur mitgeteilt, dass der Einsatz für ein anderes Bundesland stattgefunden hatte.

Walter Lübcke war aus nächster Nähe erschossen worden

Nach Informationen der „Bild“ sollen am Samstag zwei Männer und eine Frau abgeführt worden sein. Es soll sich dabei um den Sanitäter, der als erster am Tatort bei Walter Lübcke war, und seine Eltern gehandelt haben. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht.

Lübcke war in der Nacht zum Sonntag vor einer Woche gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha bei Kassel mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Der Schuss war den Ermittlungen zufolge aus nächster Nähe abgegeben worden. Das Motiv ist immer noch unklar, ebenso, ob es aktuell Verdächtige gibt.

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Von RND/dpa