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Panorama Starkregen und Gewitter: Passagiere müssen stundenlang an Berliner Flughäfen ausharren
Nachrichten Panorama Starkregen und Gewitter: Passagiere müssen stundenlang an Berliner Flughäfen ausharren
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08:36 12.06.2019
Düstere Wolken ziehen kurz vor einem Gewitter über den Himmel über der Spree. Quelle: Gregor Fischer
Berlin

Starker Regen und Gewitter haben für Probleme an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gesorgt. Zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen konnten Passagiere an den beiden Airports für mehrere Stunden weder ein- noch aussteigen, wie ein Sprecher von Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sagte. Starts und Landungen seien aber möglich gewesen. Wie viele Passagiere betroffen waren, konnte er zunächst nicht sagen.

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Bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner in Sachsen und Brandenburg

Vor allem im Osten Deutschlands gab es am Abend und in der Nacht zum Mittwoch nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Unwetter. In Sachsen und Brandenburg fielen zum Teil Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern. Auch in Bayern, Berlin und Brandenburg gab es Gewitter. In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam musste die Feuerwehr mehr als 100 Mal ausrücken. Mehrere Keller liefen voll, Bäume stürzten um, Wasser sammelte sich auf einigen Straßen, ebenso in Berlin.

Mecklenburg-Vorpommern: Haus nach Blitzeinschlag in Flammen

Im hessischen Bad Hersfeld wirkten sich Unwetterwarnungen auf das Festprogramm des Hessentags aus: Zur Sicherheit unterbrachen die Veranstalter am Dienstagabend die Veranstaltungen. In Prerow in Mecklenburg-Vorpommern geriet ein Appartementhaus durch einen Blitzeinschlag in Flammen, verletzt wurde dabei niemand.

Oberbayern: Fast 900 Polizei- und Feuerwehreinsätze

In München und anderen Regionen Oberbayerns sind Polizei und Feuerwehr fast 900 Mal ausgerückt. Große Hagelkörner zertrümmerten am Montagabend nach Angaben der Einsatzkräfte viele Autoscheiben, Dachfenster und teils Gebäudefassaden, es gab zudem mehrere Verletzte. Manche Augenzeugen sprachen auch hier von tennisballgroßen Hagelkörnern. Schwerpunkt der Unwetter am Montag war der Raum München, dort musste die Leitstelle rund 700 Einsätze koordinieren. Bis tief in die Nacht seien die Einsatzkräfte „zu unzähligen Unwetterschäden“ gerufen worden, berichtete die Münchner Feuerwehr.

In Rott (Landkreis Landsberg am Lech) stürzte ein Rollerfahrer im Hagelschauer und zog sich leichtere Blessuren zu. In Ehekirchen (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) erlitt ein Mann bei einem vermutlich sturmbedingten Verkehrsunfall mittelschwere Verletzungen.

In Bidingen im Allgäu wurden ein Siebenjähriger und zwei Männer durch einen umstürzenden Baum verletzt. Die Radfahrer hatten nach Polizeiangaben Schutz unter einem bereits umgestürzten Baum gesucht, als ein zweiter drauf krachte. Der Bub sei schwer, die Männer leichter verletzt worden, sagte ein Sprecher.

So wird das Wetter am Mittwoch

Die Temperaturen bleiben im Osten Deutschlands auch am Mittwoch sehr warm. Die Spitzenwerten liegen nach DWD-Angaben bei bis zu 34 Grad, besonders warm werde es etwa in Frankfurt/Oder (Brandenburg). Vor allem am Nachmittag könnte es aber größere Regenmengen geben mit mancherorts mehr als 30 Litern pro Quadratmeter in der Stunde, etwa in Teilen Sachsens, sagte ein DWD-Sprecher. Im Westen liegen die Höchstwerte demnach mancherorts bei unter 20 Grad.

Unwetter: Wann die Versicherung greift – und wann nicht

Betroffene von Unwetterschäden können darauf hoffen, dass Versicherungen die Kosten für die Schäden übernehmen. Für Gebäudeschäden, die durch Starkregen verursacht wurden, reicht der normale Versicherungsschutz aber nicht. Dafür ist eine Erweiterung für Naturgefahren nötig. Die sogenannte Elementarschadenversicherung werde als Ergänzung zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, erläuterte der Bund der Versicherten in Hamburg.

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Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft erklärte, beinhalten Policen, die älter als zehn Jahre sind, in der Regel keinen solchen Schutz. Die bestehenden Verträge müssten erweitert werden. Zudem werde es in Bayern ab Juli 2019 wegen der Möglichkeit der Versicherung keine allgemeinen staatlichen Hilfen für Hochwasseropfer mehr geben. „In Bayern sind 34 Prozent aller Hausbesitzer gegen Überschwemmungsschäden versichert“, sagte ein Sprecher des Verbands in Berlin.

Die Scheibe eines Autos ist durch einen Sturm beschädigt. Quelle: Sina Schuldt/dpa

Auch einige Autofahrer könnten nach dem Unwetter leer ausgehen, wenn sie nur die verpflichtende Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Denn Schäden am Auto durch Hagel, Sturm oder Blitzschlag zahle die Teilkaskoversicherung, betonte der Branchenverband.

Von RND / dpa

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