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Panorama US-Teenager will Polizisten in Rom aus Notwehr erstochen haben
Nachrichten Panorama US-Teenager will Polizisten in Rom aus Notwehr erstochen haben
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22:12 29.07.2019
Zwei US-Amerikaner im Teenageralter haben der Polizei zufolge einen tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Rom gestanden. Quelle: AP/Andrew Medichini/dpa
Rom

Nach dem Mord an einem Polizisten in Rom spricht einer der zwei verdächtigen US-Amerikaner von einer Tat aus Notwehr. Der Jugendliche gab laut Gerichtsunterlagen an, den Polizisten aus Angst niedergestochen zu haben, selbst erwürgt zu werden. Das sah die Nachrichtenagentur AP am Montag in Dokumenten der Richterin Chiara Gallo ein, mit denen diese eine weitere Untersuchungshaft für die 18 und 19 Jahre alten Verdächtigen anordnete. Der tote Polizist wurde derweil in seiner Heimatstadt Neapel beigesetzt.

Mario Cerciello Rega war am Freitag gestorben, nachdem elf Mal in der Nähe eines Hotels auf ihn eingestochen worden war, wo die Teenager übernachteten. Zu dem Zeitpunkt ermittelte der Polizist wegen eines schiefgegangenen Drogendeals. Der 19-Jährige wird verdächtigt, den Polizisten mit einem Messer attackiert zu haben. Der 18-Jährige steht unter Verdacht, einen Kollegen des Opfers geschlagen zu haben.

Verdächtigen wurden vor Verhör vermutlich die Augen verbunden

In ihrer Anordnung schrieb Gallo, der Hauptverdächtige habe den Behörden gesagt, Druck auf seinem Nacken gespürt und dann auf Rega eingestochen zu haben. Auf der Haut des Jugendlichen seien aber keine Druckspuren nachgewiesen worden, so Gallo. Der 18-Jährige wiederum habe den Ermittlern gesagt, von dem Zwischenfall nichts gewusst zu haben, bis ihm der andere Stunden später im Hotel gesagt habe, „ein Messer benutzt“ zu haben. Bei beiden Amerikanern gebe es eine „totale Abwesenheit von Selbstkontrolle“ und sie seien hochgefährlich, entschied die Richterin.

Der Fall hat zusätzlich Aufmerksamkeit bekommen, weil dem 18-jährigen Verdächtigen vor seinem Verhör offenbar rechtswidrig die Augen verbunden worden sind. Die Polizei hat interne Ermittlungen dazu aufgenommen, wer ihm die Augen verband und wer ein Foto davon an die Öffentlichkeit brachte.

Teenager hat keine Vorstrafen

Die Familie des 19-jährigen Kaliforniers gab bekannt, ein US-Diplomat habe den Jugendlichen kurz treffen können. Sie sei dankbar, dass er medizinisch versorgt werde. Es gebe viel, dass die Angehörigen noch nicht erfahren hätten. Der Junge sei weder vorbestraft noch in der Schule je verwarnt worden.

Von RND/dpa

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