Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Panorama Erschossener Walter Lübcke: Sanitäter soll Tatort manipuliert haben
Nachrichten Panorama Erschossener Walter Lübcke: Sanitäter soll Tatort manipuliert haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:12 05.06.2019
Absperrband ist vor dem Haus des verstorbenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) zu sehen. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Kassel

Nach dem gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sind weiter viele Fragen offen, aus ermittlungstaktischen Gründen wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht zu den bisherigen Arbeiten äußern – auch nicht zum Verdacht, dass der Tatort manipuliert worden sein könnte.

Denn wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sollen Ermittler bei ihren Untersuchungen am Tatort „Manipulationen“ festgestellt haben. Konkret soll ein Sanitäter die Stelle, an der der erschossene Lübcke gefunden wurde, verändert haben. Er soll ein Bekannter des Opfers sein, berichtet der „Spiegel“. Der Verdacht liege nahe, dass er einige Bereiche säuberte, um Angehörigen den schrecklichen Anblick zu ersparen, heißt es in dem Bericht weiter.

Lübcke war in der Nacht zu Sonntag durch einen Schuss in den Kopf getötet worden. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus. Der Schuss sei aus nächster Nähe abgefeuert worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Darüber hinaus gab es keine weiteren Angaben, auch zu einem möglichen Motiv gab es keine Informationen. Die Staatsanwaltschaft Kassel leitete ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts der Tötung ein.

Walter Lübcke: Rechte Hasskommentare in sozialen Medien

Der CDU-Politiker soll allerdings in den vergangenen Jahren immer wieder Drohungen von Rechten erhalten haben – unter anderem von sogenannten Reichsbürgern. Zeitweise habe Lübcke unter Polizeischutz gestanden. Sogar nach Lübckes Tod gehen Häme und Spott von rechts gegen den CDU-Politiker weiter. Dazu sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass die Ermittler Kommentare über soziale Medien gegebenenfalls „auf strafrechtliche Relevanz überprüfen werden“.

Im Jahr 2015 hatte sich der Regierungspräsident gegen Schmährufe zur Aufnahme von Flüchtlingen gewehrt und gesagt, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne das Land verlassen. Danach hatte er Morddrohungen erhalten. Bislang gebe es keine Erkenntnisse über einen möglichen Zusammenhang mit den damaligen Drohungen, hatte es am Montag geheißen.

Ministerpräsident über Walter Lübcke: Nachricht hat für Erschütterung gesorgt

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erinnerte am Dienstagabend beim Hessenfest in der Berliner Landesvertretung an den gewaltsamen Tod des Kassler Regierungspräsidenten. Die Nachricht habe für Erschütterung gesorgt und es sei darüber nachgedacht worden, das Hessenfest abzusagen. Walter Lübcke sei jedoch ein den Menschen sehr zugewandter Politiker gewesen und hätte das nicht gewollt, sagte Bouffier.

Lesen Sie hier mehr zu dem Thema Walter Lübcke:

Rechtsextreme freuen sich im Internet über Tod des Kasseler Regierungspräsidenten

Von RND/seb/dpa

Von den Folgen einer Vergewaltigung als junges Mädchen hat sich die Niederländerin Noa Pothoven nie erholt. Jetzt hat die 17-Jährige ihrem Leben bewusst ein Ende gesetzt. Pothoven war durch ein Buch, das sie über ihre Leben geschrieben hatte, bekannt geworden.

05.06.2019

Schwere Schäden richtete ein Unwetter am späten Dienstagabend in Bocholt in NRW an. Es könnte ein Tornado gewesen sein, vermutet der Deutsche Wetterdienst (DWD).

05.06.2019

Die Moderatorin und Schauspielerin Jenny Elvers (47) hat sich in einem emotionalen Interview bei ihrem eigenen Sohn bedankt. Er habe ihr während ihrer Alkoholsucht das Leben gerettet.

05.06.2019