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Panorama Warum Espadrilles-Wedges die Schuhe des Sommers sind
Nachrichten Panorama Warum Espadrilles-Wedges die Schuhe des Sommers sind
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12:00 27.07.2019
Perfekt für Sommerspaziergänge: Mit Wedges hat man selbst auf schwierigen Untergründen sicheren Halt. Oder, wie es die Frauen des britischen Königshauses vormachen, bei royalen Terminen. Quelle: Doug Peters/EMPICS
Hannover

Es gibt sie wirklich: bequeme Schuhe mit Absatz. Und das Beste? Sie feiern gerade ihr Comeback. Wedges – also Schuhe mit Keilabsatz – sind die Lösung für alle Modebegeisterten, die hohe Schuhe lieben, aber nicht auf den Komfort von flachen verzichten möchten. Besonders begehrt sind die bequemen High-Heel-Alternativen im Espadrilles-Stil. Mit ihrem Absatz aus Bast lässt es sich lässig durch den Sommer spazieren.

Das wissen auch die Frauen im britischen Königshaus. Ob bei einem Picknick oder zum offiziellen Event: Herzogin Catherine, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Kate Middleton, wurde bereits mehrfach in Espadrilles-Wedges gesehen. Ihr aktuell liebstes Modell ist ein schlichter, hellbrauner Schuh, der an den Fesseln hochgeschnürt wird.

Aber schon bevor Kate Mitglied der königlichen Familie wurde, war sie ein Fan des bequemen Sommerschuhs. Damit ist sie nicht die Einzige: Auch Schwägerin Meghan Markle setzte bei ihrer ersten Überseereise mit Prinz William auf eine schwarze Variante der Espadrilles-Wedges und kombinierte diese in Australien zu langen, luftigen Kleidern.

Catherine, Duchess von Cambridge, in ihren neuen Lieblingsschuhen beim Hampton Court Flower Festival. Quelle: Heathcliff O'Malleyl/Getty Images

Die Geschichte der Espadrilles beginnt bereits vor mehr als 4000 Jahren in Spanien. Ein Beweis dafür ist im archäologischen Museum von Granada zu sehen. Dort steht ein Paar Espadrilles, das bei Ausgrabungsarbeiten im Höhlensystem von Murciélagos gefunden worden ist. Ihr Name geht auf das Wort „esparto“ zurück, dem Steppengras, das ursprünglich zur Herstellung der Sohlen verwendet wurde.

Heute werden stattdessen meist Materialien wie Hanf, Jute oder Flachs benutzt. Das unverkennbare Markenzeichen der Schuhe – ihre zum Muster geknüpfte Pflanzenfasersohle – ist aber erhalten geblieben. Klassisch besteht das Obermaterial von Espadrilles aus Baumwolle oder Leinen. Mittlerweile gibt es sie aber auch aus Stoffen wie Leder oder Denim.

Getragen wurden die bequemen und funktionalen Schuhe damals vorrangig von der Infanterie des spanischen Königreichs Aragón sowie einfachen Fischern und Bauern. In den 1950er- und 1960er-Jahren präsentierten sich aber Stilikonen wie Grace Kelly oder Sophia Loren mit den Unisex-Schuhen und machten sie schließlich salonfähig.

Für Künstler wie Salvador Dalí und Pablo Picasso waren die leichten Sommertreter ein lebenslanger Begleiter. Anfang der Sechzigerjahre interpretierte der Modedesigner Yves Saint Laurent die klassischen Espadrilles neu und brachte mit dem spanischen Hersteller Castañer die ersten Espadrilles mit Plateau-Bastabsatz auf internationale Laufstege. Bereits in den Achtzigerjahren als Trendschuh gefeiert, sind sie nun erneut zurück.

In den 1950er- und 1960er-Jahren machten Stilikonen wie Grace Kelly oder Sophia Loren die schlichten Espadrilles salonfähig. Quelle: Archiv

Doch als wahrer Erfinder der Wedges gilt letztlich immer noch Salvatore Ferragamo. Der italienische Schuhdesigner war es, der den Keilabsatz im Jahr 1936 erstmals entwarf. Anfangs waren seine Schuhe mit einteiliger Sohle nicht sehr beliebt. Erst zu Kriegszeiten wurden Komfort und Eleganz des Schuhs allmählich geschätzt.

Bis heute hat sich vor allem der Tragekomfort von Wedges bewährt. Ihr Absatz ist nicht nur bequem und streckt optisch das Bein. Mit ihm hat man selbst auf schwierigen Untergründen wie Kopfsteinpflaster oder Straßenbahnschienen einen sicheren Halt. Oder bei royalen Terminen.

Von Pauline Rabe

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