Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Panorama Zwei tote Paketdienstmitarbeiter: Arbeit in Logistikzentrum geht weiter
Nachrichten Panorama Zwei tote Paketdienstmitarbeiter: Arbeit in Logistikzentrum geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:23 17.10.2019
Im Logistikzentrum in Haldensleben untersuchen Ermittler den Tod zweier Mitarbeiter. Quelle: Getty Images
Haldensleben

Nach dem rätselhaften Tod zweier Mitarbeiter eines Paketzentrums in Sachsen-Anhalt soll die Obduktion nun mehr Klarheit bringen. Mit Ergebnissen sei frühestens am Donnerstag zu rechnen, hieß es von der Polizei. Dass bei den Fällen giftige Stoffe eine Rolle spielten, schließen die Ermittler aus. Nach bisherigen Erkenntnisse verdichteten sich eher die Hinweise darauf, dass die Männer eines natürlichen Todes starben.

In dem betroffenen Hermes-Versandzentrum, in dem mehr als 3000 Menschen arbeiten, lief die Arbeit nach rund 24 Stunden Schließung am Mittwochabend wieder an. 70 bis 100 Beschäftigte sollten in der Nachtschicht zunächst mit vorbereitenden Tätigkeiten befasst sein, sagte ein Sprecher der Firma am Abend. Von Donnerstag an solle dann der Stau bei den Paketsendungen in dem Zentrum in Sachsen-Anhalt aufgelöst werden.

"Es gab keinerlei Hinweise auf gesundheitsgefährdende Stoffe"

Auf dem Gelände des Versandzentrums war in der Nacht zum Dienstag zunächst ein Toter entdeckt worden. Der 58-Jährige soll zusammengebrochen und vor Ort gestorben sein. Laut Hermes handelt es sich um einen Mitarbeiter aus der Betriebstechnik, der keinen Kontakt zu Paketen hatte. Am Nachmittag wurde dann in Haldensleben in einem Transportfahrzeug von Hermes ein weiterer Mitarbeiter tot gefunden. Der 45-Jährige saß leblos auf dem Fahrersitz.

"Die Tatortarbeit ist sehr umfangreich und akribisch gelaufen. Es gab keinerlei Hinweise auf gesundheitsgefährdende Stoffe", sagte Polizeisprecher Frank Küssner am Dienstag in Magdeburg. Nach den bisherigen Ermittlungen haben sich demnach die Hinweise darauf verdichtet, dass die Männer eines natürlichen Todes starben.

Zwei tote Paketdienst-Mitarbeiter in Haldensleben

Todesfälle führten zu Großeinsatz der Feuerwehr

Hermes-Geschäftsführer Andreas Stumpf sagte, es herrsche große Betroffenheit in der Belegschaft des Logistikzentrums. "Unsere Aufgabe wird es jetzt sein, die Mitarbeiter aufzuklären, zu informieren, was letztendlich hier tatsächlich vorgefallen ist, so dass sie wieder an den Arbeitsplatz gehen können."

Die beiden Todesfälle führten bis in den frühen Mittwochmorgen hinein zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. 120 Kräfte waren im Einsatz.

Mehr zum Thema

Zwei tote Paketdienst-Mitarbeiter – Polizei hat jetzt Gewissheit

Zwei tote Paketdienst-Mitarbeiter: Das vermutet die Polizei

RND/dpa/mat

Im Hamburger Norden muss eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden - wegen der Nähe zum Helmut Schmidt Airport wird der Flugverkehr unterbrochen. Am Flughafen warten Passagiere auf ihren Abflug. Am späten Abend gibt es dann Entwarnung.

16.10.2019

Eine 27-jährige Mutter dreier Kinder stirbt plötzlich am Ende eines Türkei-Urlaubs. Eine Obduktion ist bislang ohne Ergebnis. In Königstein (Oberpfalz), dem Heimatort der Familie, rollt daraufhin eine Welle der Hilfsbereitschaft an. Mütter verzichten sogar auf Kita-Plätze, um die Betreuung der drei Söhne sicherzustellen.

16.10.2019

In Hamburg-Schnelsen ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt worden. Laut Einsatzkräften sei der Zünder der Bombe beschädigt. Häuser müssen evakuiert werden, der Luftraum über dem Flughafen Hamburg und die A7 sind gesperrt.

16.10.2019