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Politik 2,2 Millionen Menschen unterzeichnen Anti-Brexit-Petition
Nachrichten Politik 2,2 Millionen Menschen unterzeichnen Anti-Brexit-Petition
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11:01 22.03.2019
Führt eine Online-Petition zum Rückzug vom Brexit? Viele Briten wünschen sich das. Quelle: dpa / Frank Augstein
London

Haben dir Briten jetzt genug von dem Brexit-Gezerre? Mehr als 2,2 Millionen Menschen unterzeichneten bis zum frühen Freitagmorgen eine ans Unterhaus gerichtete Online-Petition. Die Forderung: Einfach den Brexit absagen und in der Europäischen Union bleiben. Der Ansturm auf die Website des Anbieters war so groß, dass sie zeitweise nicht zu erreichen war.

„Die Regierung behauptet immer wieder, der Austritt aus der EU wäre der ’Wille des Volkes’“, heißt es in dem Petitionstext. Dem müsse ein Ende bereitet werden, indem die Stärke der öffentlichen Unterstützung für einen Verbleib deutlich gemacht werde. Das Parlament muss den Inhalt jeder Petition mit mehr als 100.000 Unterzeichnern für eine Debatte berücksichtigen.

Einseitiger Rückzug vom EU-Austritt möglich

Großbritannien kann die Erklärung zum EU-Austritt theoretisch einseitig zurückziehen. Den Weg hat der Europäische Gerichtshof in einem Urteil im Dezember bestätigt. Das Land bliebe dann wie bisher Mitglied der EU. Ein weiterer Austrittsantrag wäre damit nicht ausgeschlossen.

Lesen Sie auch: Brexit-Deal abgelehnt: Theresa May kassiert die nächste Niederlage

Trotzdem gilt es als äußerst unwahrscheinlich, dass es dazu kommt. Beim Referendum über den EU-Austritt im Jahr 2016 stimmten 17,4 Millionen Briten für den Brexit. Kaum ein britischer Politiker will sich über das damalige Mehrheitsvotum hinwegsetzen, ohne nicht zumindest eine zweite Volksabstimmung abzuhalten.

Der Aufschub gilt – nur wie?

Das Land sollte eigentlich am 29. März aus der EU austreten. Am Donnerstagabend gewährte die EU Großbritannien einen Aufschub: Wenn das Unterhaus dem Brexit-Deal zustimme, könne Großbritannien die EU am 22. Mai geregelt verlassen. Andernfalls müsse bis zum 12. April ein neuer Plan vorgelegt werden, sagte Premierministerin Theresa May in Brüssel.

Von RND/dpa

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