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Politik Messerangreifer von Manchester – Anzeichen für psychische Erkrankung
Nachrichten Politik Messerangreifer von Manchester – Anzeichen für psychische Erkrankung
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10:21 02.01.2019
Nach der Messerattacke in Manchester mit drei Verletzten ist der festgenommene Täter wegen Anzeichen für eine psychische Erkrankung in Gewahrsam genommen worden. Quelle: imago/ZUMA Press
London

Nach einem Messerangriff auf drei Menschen in Manchester ist der mutmaßliche Täter wegen Anzeichen auf eine psychische Erkrankung in Gewahrsam genommen worden. Zuvor sei der 25-jährige Verdächtige von Ärzten untersucht worden, erklärte die Polizei in der englischen Stadt am späten Dienstagabend. Die Ermittlungen wegen eines terroristischen Motivs dauerten an. Der Verdächtige wurde am Tatort festgenommen, Hinweise auf Mittäter gab es laut Polizei zunächst nicht.

Ein Mann hatte am Silvesterabend an einem Bahnhof drei Menschen mit einem Messer verletzt. Die Polizei ging von einer terroristischen Tat aus. Seine Wohnung sei durchsucht worden, berichtete der Beamte Russ Jackson am Dienstag. Der BBC-Produzent Sam Clack, sagte, er sei zur Tatzeit am Silvesterabend auf dem Bahnsteig gewesen und der Täter habe islamistische Parolen gerufen.

Ein Mann und eine Frau lagen laut Polizei mit „sehr ernsten“, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen im Krankenhaus. Beide seien am Bauch verletzt und die Frau auch im Gesicht. Ein Polizist wurde an einer Schulter verletzt und ist inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Premierministerin May sprach Opfern ihr Mitgefühl aus

Jackson berichtete, der Täter sei am Tatort eingetroffen und habe kurz danach einen Mann und eine Frau angegriffen. Clack sagte, er habe gesehen, wie ein schwarz gekleideter Mann offenbar mit zwei Opfern kämpfte. Er habe ein Messer mit einer 30 Zentimeter langen Klinge gehabt.

Der Vorfall geschah in der Victoria Station kurz vor 21.00 Uhr. In der Nähe liegt die Manchester Arena, in der ein Selbstmordattentäter 2017 während eines Konzerts 22 Menschen tötete. „Dass der Vorfall so nah an dem Ort des Terrorangriffs vom 22. Mai 2017 stattfand, macht es noch furchtbarer“, sagte Polizeipräsident Ian Hopkins.

Premierministerin Theresa May sprach den Verletzten ihr Mitgefühl aus. Sie denke an die Opfer des Angriffs, schrieb sie auf Twitter. Fotos vom Tatort zeigten einen Verdächtigen, der von mehreren Polizisten überwältigt wird. Es gebe keine andauernde Gefahrensituation, teilte die Polizei mit. Dennoch würden zusätzliche Beamte auf den Straßen unterwegs sein. Die Terrorgefahr in Großbritannien wird als ernst eingeschätzt.

Von AP/RND/ngo

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