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Politik Berliner Schüler könnten wegen Klimastreiks sitzen bleiben
Nachrichten Politik Berliner Schüler könnten wegen Klimastreiks sitzen bleiben
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12:10 29.05.2019
Die jungen „Fridays for Future“-Demonstranten fordern regelmäßig wirkungsvollere Maßnahmen gegen die Klimakrise. Quelle: imago images/Uwe Steinert
Berlin

Am Berliner Lessing-Gymnasium demonstrieren die Schüler auch am Donnerstag. Allerdings nicht wie jeden Freitag für eine bessere Klimapolitik, sondern für ihre Versetzung in die nächste Klasse. Diese ist bei 13 Schülern, die regelmäßig an den „Fridays for Future“-Demonstrationen teilnehmen, offenbar gefährdet.

Das Problem sind die Fächer, die nur einmal in der Woche freitags stattfinden, Kunst oder Musik beispielsweise. Der Schulleiter Michael Wüstenberg hatte vor einigen Wochen in einem Schreiben an die Eltern gewarnt, dass Schüler mindestens acht Wochen im Halbjahr am Unterricht teilgenommen haben müssten, um das Fach zu bestehen. So sehe es das Berliner Schulgesetz vor.

Bald Zeugniskonferenzen

Nun stehen bald die Zeugniskonferenzen an, bei denen die Fehlzeiten der demonstrierenden Schüler geprüft werden. „Wer sonst normale bis gute Noten hat, kann auch mit einer sechs versetzt werden“, beschwichtigte Wüstenberg die aufgebrachten Schüler bei der Kundgebung am letzten Donnerstag. Der Schulleiter betonte mehrfach, dass er das Engagement seiner Schüler gut heiße, aber nicht bereit sei, die Freitagsdemonstrationen als Schulveranstaltung anzuerkennen, um die Fehlstunden zu entschuldigen.

„Es darf nicht wahr sein, dass man für politische Tätigkeit in der Schule bestraft wird“, schreibt die kommunistische Jugendorganisation Revolution Berlin, die den Schüler-Aufstand am Lessing-Gymnasium in Wedding organisiert hatte, auf ihrer Facebookseite.

Von RND/lis

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