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Politik BVB-Boss Watzke verteidigt Boris Palmer
Nachrichten Politik BVB-Boss Watzke verteidigt Boris Palmer
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11:15 26.04.2019
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer bei Borussia Dortmund, verteidigt Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Quelle: dpa
Barsinghausen

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer erhält nach seiner umstrittenen Äußerung zu einem Werbeplakat der Deutschen Bahn (DB) prominente Unterstützung. Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, verteidigt die Aussagen des Grünen-Politikers. „Er hat lediglich eine Frage gestellt“, sagte Watzke am Donnerstagabend auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Barsinghausen in der Nähe von Hannover. Palmer deshalb in eine rechtsradikale oder rassistische Ecke zu stellen, sei „absurd“.

Palmer hatte auf Facebook kritisiert, dass die Werbeträger auf dem Bahn-Plakat offensichtlich mehrheitlich einen Migrationshintergrund besitzen. „Welche Gesellschaft soll das abbilden?“, hatte der Grünen-Politiker gefragt und anschließend heftige Kritik einstecken müssen – sowohl seitens der Bahn als auch aus seiner eigenen Partei.

BVB-Boss Watzke beklagte weiterhin einen Mangel an Mut und Streitkultur in der deutschen Gesellschaft. Der Fall Palmer und die Reaktionen darauf sehe er als Beleg dafür. „Wenn etwas eindeutig rassistisch oder rechtsradikal ist, muss das selbstverständlich gesellschaftlich geächtet und gegebenenfalls auch strafrechtlich verfolgt werden“, sagte er. Innerhalb unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung müsse jedoch alles diskutiert werden – und zwar hart, aber sachlich.

Lesen Sie auch: Boris Palmer sucht Ärger – und findet die Bahn

Watzke kritisiert mangelnde Debattenkultur unter Merkel

Einen ähnlichen Verlust der Debatten- und Streitkultur sieht der Geschäftsführer des BVB mit Blick auf die vergangenen Jahre auch innerhalb der CDU. Watzke – selbst bekennendes CDU-Mitglied – macht dafür vor allem Angela Merkel verantwortlich. Die Entscheidung im Herbst 2015, die Grenzen nicht zu schließen, sei nie wirklich diskutiert worden, sagte Watzke. Stattdessen hätte sich „da einfach eine hingestellt und gesagt: Alles wird gut, wir schaffen das“. Er habe jedoch den Eindruck, dass die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer wieder vermehrt den innerparteilichen Diskurs fördere.

Von RND/Marcel Sacha

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