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Politik Brinkhaus kann sich einen Muslim als CDU-Kanzler vorstellen
Nachrichten Politik Brinkhaus kann sich einen Muslim als CDU-Kanzler vorstellen
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13:03 06.03.2019
Der Fraktionsvorsitzende von CDU/CSU Ralph Brinkhaus stellt klar, die CDU sei keine Religionsgemeinschaft. Quelle: imago/Christian Ditsch
Berlin

Wer könnte auf Angela Merkel als Kanzlerin folgen? Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus geht nach eigenen Worten zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die nächste Kanzlerkandidatin von CDU und CSU wird. Doch für die Zeit danach zeigt sich Brinkhaus bei der Kandidatenwahl offen.

Im Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte Brinkhaus nun, es sei für ihn auch denkbar, dass ein Muslim für die Union im Jahr 2030 Bundeskanzler werden kann. „Warum nicht?“, sagte er auf die entsprechende Frage.

Voraussetzung dafür sei, dass er ein guter Politiker ist und die Werte und politischen Ansichten der CDU vertritt, so Brinkhaus. Die CDU sei keine Religionsgemeinschaft – das unterscheide sie von der katholischen Kirche.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel steht für das Amt als Kanzlerin noch bis 2021 zur Verfügung, hatte Brinkaus kürzlich der „Neuen Westfälischen“ bestätigt. „Spätestens auf dem Parteitag im Herbst 2020 werden wir dann festlegen, wer unser Kanzlerkandidat oder unsere Kanzlerkandidatin wird. So wie es heute aussieht, wird das dann als Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sein.“

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Söder pocht auf Mitsprache bei Kanzlerkandidatur

Bereits seit ihrer Wahl zur CDU-Chefin Anfang Dezember wird spekuliert, dass Kramp-Karrenbauer damit auch erste Anwärterin auf die Kanzlerkandidatur der Union für die Bundestagswahl 2021 sein dürfte.

Sie selbst hatte im Januar der „Welt am Sonntag“ gesagt, es sei ihr Recht als Parteichefin, einen Spitzenkandidaten für die nächste Kanzlerkandidatur der Union vorzuschlagen. „Das galt für alle Vorsitzende der CDU und das wird auch für mich gelten.“

CSU-Chef Markus Söder hatte allerdings auf eine Mitsprache bei dieser Entscheidung gepocht. „Aus meiner Sicht ist das ganz klar: Die beiden Parteivorsitzenden von CDU/CSU haben da das Vorschlagsrecht“, hatte Söder ebenfalls im Januar gesagt. Am Ende werde gemeinsam entschieden, das sei schon immer so gewesen.

Von RND/ngo

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