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Politik CDU-Konferenz: So haben sich die möglichen Merkel-Nachfolger geschlagen
Nachrichten Politik CDU-Konferenz: So haben sich die möglichen Merkel-Nachfolger geschlagen
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21:27 15.11.2018
Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn Quelle: dpa
Lübeck

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Regionalkonferenz findet in der Gollan-Werft in Lübeck statt – hier gibt es einen Live-Stream.
  • Als erste durfte Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer reden, dann folgten Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.
  • Es geht um die Nachfolge von Angela Merkel als Parteichefin.

Die „Lübecker Nachrichten“ berichten im Liveticker von der Regionalkonferenz.

  • 15.11.18 20:25
    Wir verabschieden uns damit und bedanken uns, dass Sie bei uns mitgelesen haben. Wir hoffen, dass Sie auch bei unserem nächsten Live-Ticker wieder "einschalten" und würden uns freuen, wenn Sie uns Feedback, Kritik, Lob, etc. zukommen lassen. Im Lauf des Abends kommen natürlich noch weitere Artikel zu diesem auf LN-Online.de dazu - wir verlinken Sie dann über diesem Ticker.
  • 15.11.18 20:17

    Die letzte Frage

    Die letzte Frage ist nochmal eine ganz Grundsätzliche: Was unterscheidet sie eigentlich? Fragt ein junger Mann. Kramp-Karrenbauer wirbt um Respekt für die Positionen des jeweils anderen. Spahn sagt, es gebe Unterschiede etwa bei der Bewertung der Öffnung der Ehe, die Kramp-Karrenbauer ablehnt. „Wir haben ausgemacht, nur gut übereinander zu sprechen“, sagt Merz. „Am Ende muss die Partei gewinnen.“
    Zum Schluss gibt es noch eine Wertung, den Redeanteil. Spahn hat 37 Minuten lang auf Fragen geantwortet, Kramp-Karrenbauer 35 Minuten lang und Merz 32 Minuten.
    Für alle drei gibt es einen Adventskalender.
  • 15.11.18 20:16
    Daniel Günthers Resumee zum Abschluss auf Video:
  • 15.11.18 20:10
    Zum Abschluss wird die Nationalhymne gesungen.
  • 15.11.18 20:07


    Die FLÜCHTLINGE
    Die letzte Frage ist eigentlich schon gestellt, da meldet sich noch ein langjähriges CDU-Mitglied:
    Merkel habe 1,5 Millionen Antisemiten nach Deutschland geholt, befindet er. Wie das eigentlich sein könne. Bislang war das frühere Megathema Flüchtlinge kein größeres Thema bei der Regionalkonferenz. Merz sagt, er habe Merkels Entscheidung, im September 2015 ein paar Tausend gestrandete Flüchtlinge ins Land zu lassen, befürwortet. Dann aber hätte man die Lage „schnell zu Ausnahme erklären sollen“. Im Übrigen seien nicht 1,5 Millionen Antisemiten gekommen. Aber man müsse schon aufpassen, dass sich der Fokus nicht verschiebe. Und auch nicht den Bürgern das Gefühl geben, sie würden vernachlässigt. Für seine Aussage, Deutschland sei kein multikulturelles Land, erntet Merz deutlichen Applaus.

    Kramp-Karrenbauer warnt. „Wir dürfen uns nicht auf Neiddebatten einlassen.“ Man dürfe nicht einen gegen den anderen ausspielen. Antisemitismus gebe es auch im Lande, am linken und rechten Rand.
    Spahn erntet lauten Applaus für den Hinweis, dass der Familiennachzug immer noch zu großzügig bemessen sei.
  • 15.11.18 20:02
    Die Reihen lichten sich.
  • 15.11.18 19:58
    AKK: Ein richtig guter Befund für die CDU: dass hier drei Kandidaten stehen, die das große Wertesystem der CDU repräsentieren. Natürlich haben wir unterschiedliche Akzente.
  • 15.11.18 19:56
    Merz: Wir drei haben vereinbart, und daran halte ich mich, dass wir nur gut übereinander sprechen. Dieser Prozess hat hier heute Abend so gut begonnen! Am Ende muss die Partei gewinnen bei diesem Meinungsbildungsprozess.
  • 15.11.18 19:55
    Bitte sehen Sie uns nach, liebe Live-Ticker-Leser, dass wir aus Gründen der Geschwindigkeit die Vornamen der Kandidaten und den vollen Nachnamen der Kandidatin Kramp-Karrenbauer hier nur selten nennen. Morgen in Ihrer Zeitung lesen Sie natürlich die vollständigen Namen.
  • 15.11.18 19:53
    AKK: Wir müssen sagen, was die Regeln sind. Es darf keine kulturelle Selbstverzwergung geben. (Starker Applaus)
  • 15.11.18 19:51
    Merz: Wir sind keine multikulturelle Gesellschaft, offen und freiheitlich, auf gesicherter und rechtlicher Grundlage. Niemand habe das Recht, parallel dazu eine andere Rechtsordnung zu entwickeln. (Starker Applaus)
  • 15.11.18 19:49
    Fragesteller aus der jüdischen Gemeinde kritisiert, das Merkel viele Antisemiten ins Land gelassen habe (Buhrufe). Wie könne die untere Hälfte im Land der Politik wieder vertrauen?
    Spahn: Wichtig ist Perspektive, die Frage der Möglichkeiten.
    Merz: Möchte auf die Flüchtlingsfrage eingehen. Ich fand den ersten Teil der Entscheidung, 2015 die Menschen ins Land zu holen, richtig. Das hat uns ein großes Ansehen eingetragen. Das hätte man sehr schnell zu einer großen Ausnahme erklären und nicht über Tage und Wochen andauern lassen dürfen.
  • 15.11.18 19:44
    Wo es Konflikte zwischen Mensch und Tier gibt, muss im Zweifel der Mensch und sein Schutzbedürfnis Vorrang haben, sagt AKK.
    Spahn stimmt zu: Ja, wir wollen Artenschutz, aber Menschenschutz geht vor. Da müssen sich die Ideologen bewegen. Das unsozialste, was es gibt, sind Fahrverbote.
  • 15.11.18 19:38
    Die Frage der Fragen: Wie lange bleibt Merkel Kanzlerin? Spahn und Merz wird in der CDU nachgesagt, sie würden die Kanzlerin nicht lange vor sich dulden. Beide weisen das zurück: „Wenn ich Parteivorsitzender werden sollte, gilt meine erste Aufmerksamkeit der Partei“, sagt Spahn. Er werde mit Merkel gut zusammenarbeiten. Merz sagt, er habe früher Meinungsverschiedenheiten mit Merkel gehabt. Aber das Kanzleramt sei „eines der höchsten Staatsämter“ – „und die entziehen sich einem solchen Streit“. Die Kanzlerin sei „gewählt und bis 2021 im Amt“. Kramp-Karrenbauer sagt, ihr könne man das nun wirklich abnehmen, dass sie die Kanzlerin nicht attackieren werde. Schließlich habe sie ihr Ministerpräsidentenamt für ein Parteiamt – das der Generalsekretärin – aufgegeben.
  • 15.11.18 19:33
    AKK zum Thema Diesel: Wir erleben einen großen Vertrauensverlust in die Automobilindustrie und in die Politik.
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Mehr Informationen zur Veranstaltung

Das Rennen um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel an der Spitze der CDU geht in die entscheidende Phase. Am Donnerstag stellen sich die Kandidaten in der Lübecker Gollan-Werft auf der ersten von acht Regionalkonferenzen den Mitgliedern vor. Dazu erwartet die CDU rund 900 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Um den Posten an der Parteispitze kämpfen Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Sie werden zunächst den Mitgliedern ihre Konzepte für die Führung der Partei darlegen. Danach sind Fragen möglich. Über den CDU-Vorsitz entscheidet ein Bundesparteitag am 7. Dezember in Hamburg.

Begrüßung durch Daniel Günther

Nach der Begrüßung durch den gastgebenden Landesvorsitzenden, Ministerpräsident Daniel Günther, haben die Bewerber zehn Minuten Zeit für ihre Präsentation. Die Reihenfolge wird ausgelost.

„Ich gehe davon aus, dass bei der Regionalkonferenz in Lübeck wirklich die gesamte Bandbreite der Aktuellen Themen angesprochen wird“, sagte der Kieler Regierungschef Günther der Deutschen Presse-Agentur. „Jetzt sollen sich die Mitglieder ein Urteil bilden.“ Günther hat noch nicht erklärt, welchen Bewerber er unterstützt. „Ich werde mich dazu zu gegebener Zeit äußern“, sagte er.

Knappes Rennen der Kandidaten erwartet

Hamburgs CDU-Landesvorsitzender Roland Heintze rechnet mit einem sehr knappen Rennen bis zum Schluss. Die CDU habe allein mit den drei prominenten Kandidaten ein breites Personalangebot, um das sie andere Parteien sicher im Stillen beneideten. „Für die CDU ist dieser Ideenwettbewerb ein großer Gewinn, und ich habe in den letzten Tagen zum Beispiel zum Thema Steuerreform viele gute inhaltliche Impulse gehört“, sagte Heintze der dpa. „Für mich und auch die Wähler ist es wichtig, dass die Debatte sachlich und professionell mit dem notwendigen frischen Wind geführt wird.“

Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Vincent Kokert erhofft sich von den drei Bewerbern für den Bundesvorsitz klare Ansagen zur künftigen Strategie seiner Partei für die neuen Länder. Einen Favoriten sieht Kokert derzeit nicht. Er rechne in Lübeck mit einer extrem spannenden Veranstaltung. „Die CDU ist derzeit die interessanteste Partei in Deutschland“, sagte Kokert.

Von RND/LN