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Politik Die Koalition und der Wolf: Der Kompromiss verlangt allen Seiten Zugeständnisse ab
Nachrichten Politik Die Koalition und der Wolf: Der Kompromiss verlangt allen Seiten Zugeständnisse ab
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18:32 21.05.2019
Wölfe reißen immer wieder Nutztiere – wie hier in der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA). Wölfe sollen künftig leichter abgeschossen werden können. Quelle: Christoph Schmidt/dpa
Berlin

Es hat lange gedauert, bis sich die Bundesregierung auf ihren Umgang mit dem Wolf geeinigt hat. Dass dies ausgerechnet jetzt gelungen ist, erklärt sich auch mit einem Blick in den politischen Kalender: Ein Wahlsonntag steht bevor, mit der Europawahl und – bei diesem Thema fast noch wichtiger – Kommunalwahlen in neun Bundesländern.

Da ist es gut, eine Lösung für einen Streit zu präsentieren, bei dem die Emotionen hochschlagen. Und das tun sie beim Wolf. Denn der hat einen verdammt schlechten Ruf. Das beruht zum Teil auf Tatsachen – wie gerissenen Schafen. Mit hinein spielt aber auch die Überhöhung des Tiers zum aggressiven Bösewicht der Kindermärchen, dem Rotkäppchen-Schreck und Sieben-Geißlein-Vertilger.

Keine gute Idee, bei dem Thema um den heißen Brei herumzureden

Tierschützer stehen also gegen Jäger, Landwirte und besorgte Bürger, Artenschutz gegen Ängste. Es ist eine gute Idee, wenn die Politik solchen Ängsten und der damit verbundenen Verunsicherung begegnet, indem sie Regeln für den Umgang mit der Bedrohung festlegt, sei sie nun real oder nur gefühlt.

Es ist eine schlechte Idee, dabei um den heißen Brei herumzureden. „Letale Entnahme von Wölfen“ mag im Juristendeutsch eines Gesetzestextes noch angehen. In der politischen Debatte aber solle schon darüber gesprochen werden, worum es geht: um den Abschuss von Tieren.

Der nun gefundene Kompromiss verlangt allen Seiten Zugeständnisse ab. Er definiert keine Regionen, in denen Wölfe abgeschossen werden dürfen. Aber er formuliert die Abschussbedingungen so weich, dass sie ein schnelles Einschreiten erlauben.

Es wäre gut, wenn die Koalition den Gesetzentwurf nun auch im Bundestag schnell beschließt und dort nicht noch weitere monatelange Runden drehen lässt. Sonst ist ihr Ruf endgültig so schlecht wie der des Wolfes. Und wie sich zeigt, lässt sich so ein Ruf nur schlecht wiederherstellen.

Von Daniela Vates/RND

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