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Politik „Die SPD muss jünger und weiblicher werden“
Nachrichten Politik „Die SPD muss jünger und weiblicher werden“
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13:54 26.09.2017
SPD-Vize Manuela Schwesig. Quelle: Imago
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Berlin

Der Schock über die verheerende Niederlage bei der Bundestagswahl sitzt in der SPD noch tief. Die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, erklärt im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), was aus ihrer Sicht nun passieren muss, um die SPD neu aufzustellen.

Frau Schwesig, welches Gefühl überwiegt in der SPD nach der Wahl: Fassungslosigkeit oder Entsetzen?

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Der Kater ist groß, ohne dass es einen Grund zum Feiern gegeben hätte. Das ist eine schwere Niederlage, die wir kassiert haben. Keine Frage. Dass Ergebnis ist umso enttäuschender, weil Martin Schulz und wir alle gekämpft haben wie die Löwen. Und weil die SPD eine erfolgreiche Regierungsarbeit geleistet und das Land ein Stück gerechter gemacht hat.

Sie fühlen sich ungerecht behandelt?

Nein. Der Wähler hat entschieden und wir nehmen diese Niederlage an. Unsere Aufgabe wird es in den nächsten Jahren sein, ordentliche Oppositionsarbeit für das Land zu machen und die Partei zu erneuern. Programmatisch und personell.

Braucht die SPD ein neues Grundsatzprogramm?

In einem ersten Schritt müssen wir uns ausreichend Zeit nehmen, unsere Basis befragen, unsere Mitglieder. Und auch die Bürgerinnen und Bürger, was sie von der SPD erwarten

Was glauben Sie?

Die SPD muss jünger und weiblicher werden. Deshalb ist die Nominierung von Andrea Nahles für den Fraktionsvorsitz ein wichtiges Signal. Sie ist eine unserer profiliertesten Politikerinnen. Ich unterstütze ihre Kandidatur voll und ganz.

Der nächste Generalsekretär muss also auch eine Frau sein?

Jetzt ist es erstmal wichtig, dass wir Andrea Nahles mit einem starken Ergebnis an die Spitze der Fraktion wählen.

Sie haben da keine Vorstellungen?

Doch! Ich hoffe und erwarte, dass meine Partei auch ein deutliches Zeichen für die Menschen in Ostdeutschland setzen wird. Wir müssen die Themen der Ostdeutschen viel stärker in den Mittelpunkt rücken. Und wir brauchen mehr Köpfe aus Ostdeutschland, die die Anliegen der Menschen dort in Berlin repräsentieren.

Von Andreas Niesmann

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