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Politik Drohbrief an Anwältin – Rechtsextremismus-Verdacht gegen Polizisten
Nachrichten Politik Drohbrief an Anwältin – Rechtsextremismus-Verdacht gegen Polizisten
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18:58 15.12.2018
Die Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz in ihrem Büro. Sie soll von Rechtsradikalen bedroht worden sein. Quelle: Boris Roessler/dpa
Frankfurt am Main

Die Rechtsanwältin Seda Basay Yildiz soll Anfang August dieses Jahres per Fax ein Drohschreiben erhalten haben, in dem Unbekannte unter dem Namen „NSU 2.0“ damit drohten, ihre Tochter „zu schlachten“. Nicht nur der Name der Tochter, sondern auch die Privatadresse der Anwältin seien in dem Schreiben zu lesen gewesen, berichtet die „Frankfurter Neue Presse“.

Die Anwältin, die unter anderem NSU-Opfer und den früheren Bin-Laden-Leibwächter Sami A. vertreten hat, ist Drohungen gewohnt. „Ich ignoriere das normalerweise einfach“, sagte sie der Zeitung. „Doch diesmal ging es zu weit.“ Also erstattete sie Anzeige.

Durch die Anzeige, so berichtet die Zeitung weiter, seien die Ermittler auf eine Gruppe aus fünf Polizisten gestoßen, gegen die nun ermittelt werde. Diese sollen, so berichtet es auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, in einer Chat-Gruppe rechtsextreme Inhalte ausgetauscht haben. Darin heißt es, die Beamten seien vorläufig suspendiert worden, es laufe ein Strafverfahren gegen die Polizisten, außerdem werde disziplinarrechtlich gegen sie ermittelt.

Diese fünf Polizisten stehen auch im Verdacht, das Drohschreiben an die Anwältin geschickt zu haben. Kriminalbeamte des Staatsschutzes hätten herausgefunden, dass in einer Innenstadtwache des 1. Reviers Melderegister-Einträge von Basay-Yilmaz aufgerufen worden seien – ohne erkennbaren dienstlichen Anlass. Aufgrund der darauffolgenden Hausdurchsuchungen bei den Beschuldigten und Beschlagnahmungen von Festplatten und Mobiltelefonen wiederum sei man auf die rechtsextreme Chatgruppe gestoßen.

Von RND/das

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