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Politik Empörung über Kimono-Unterwäsche: Kim Kardashian ändert Markennamen
Nachrichten Politik Empörung über Kimono-Unterwäsche: Kim Kardashian ändert Markennamen
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17:10 02.07.2019
Eine Unterwäsche-Marke von Kim Kardashian West sorgt in Japan für Entsetzten. Quelle: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa
Kyōto

Kim Kardashians geplante Unterwäsche-Marke Kimono schlägt weiter hohe Wellen in Japan - auch wenn der US-TV-Star selbst davon mittlerweile Abstand genommen hat. Kardashian hatte ihre Modelinie eigentlich „Kimono“ nennen wollen, in Anlehnung an das asiatische Kleidungsstück. Daraufhin warfen ihr viele Japaner in sozialen Netzwerken vor, ihre Tradition zu verunglimpfen.

Der Kimono sei weltweit dafür bekannt, Teil Japans zu sein und werde als Kulturschatz stolz in die Welt hinausgetragen, sagte der japanische Handelsminister Hiroshige Seko am Dienstag. „Auch in den Vereinigten Staaten wird der Kimono deutlich als japanische Sache angesehen.“ In der kommenden Woche wolle er hochrangige Beamte für Gespräche mit Mitarbeitern des US-Markenamts nach Washington schicken.

Nach tagelanger Kritik an ihrer geplanten figurformenden Unterwäschelinie Kimono Solutionwear hatte Kardashian am Montag via Twitter erklärt, sie wolle sich einen neuen Namen überlegen. Vor allem japanische User in den sozialen Netzwerken hatten kritisiert, mit dem Namen Kimono greife sie das jahrhundertealte, traditionelle Kleidungsstück an.

Auch in Japans früherer Hauptstadt Kyoto - Heimat vieler Kimono-Hersteller - stieß Kardashians Ankündigung auf Kritik. Bürgermeister Daisaku Kadokawa hatte in einem Brief an Kardashian geschrieben, dass der Kimono nicht nur zum japanischen Kulturerbe gehöre, sondern auch ein Symbol für Schönheit, Geist und Werte der Japaner sei.

Der Name solle nicht monopolisiert werden, erklärte Kadokawa, der den Kimono als immaterielles Kulturerbe bei der Unesco eintragen lassen will. Am Dienstag bedankte er sich bei Kardashian dafür, den Markennamen noch einmal zu überdenken.

Kardashian: Name mit „besten Absichten gewählt“

Sie habe den eigentlich vorgesehen Markennamen damals „mit den besten Absichten“ gewählt, erklärte die 38-Jährige. Noch vor wenigen Tagen hatte sie erklärt, ihre Modelinie nicht unbennenen zu wollen. Nun schrieb sie: „Ich höre stets zu, lerne und wachse. Ich schätze die Leidenschaft und die unterschiedlichen Perspektiven, die Leute an mich herantragen.“

Von RND/AP