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Politik Entscheidung: Höcke bleibt in der AfD
Nachrichten Politik Entscheidung: Höcke bleibt in der AfD
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13:39 23.01.2017
Der Parteivorsitzende Björn Höcke soll möglicherweise aus der AfD ausgeschlossen werden.  Quelle: dpa
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Erfurt

 Der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke muss die Partei trotz seiner umstrittenen Äußerungen zum deutschen Geschichtsverständnis nicht verlassen. Das beschloss der AfD-Parteivorstand am Montag nach einer dreistündigen Telefonkonferenz. Der der Vorstand entschied stattdessen, Ordnungsmaßnahmen gegen ihn einzuleiten, wie aus Parteikreisen verlautete und auch die „Bild“-Zeitung berichtete. Diesen Vorschlag habe Vorstandsmitglied Albrecht Glaser gemacht.

Petry bezeichnete Höcke als „Belastung für die Partei“

Die Parteivorsitzende Frauke Petry hatte vergangene Woche erklärt, Höcke sei eine „Belastung für die Partei“. Am vergangenen Freitag hatte die AfD-Spitze den Angaben zufolge noch über einen möglichen Parteiausschluss von Höcke beraten.

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Höcke gehört dem rechtsnationalen Flügel der AfD an. Er hatte am vergangenen Dienstag in Dresden, wo Petry die AfD-Landtagsfraktion leitet, eine Rede zum Thema Patriotismus gehalten. Darin forderte er eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Über das Holocaust-Mahnmal in Berlin sagte er: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

Keine Kritik aus Brandenburg

AfD-Vize Alexander Gauland hatte Höcke bereits am vergangenen Mittwoch gegen Kritik an dessen Äußerungen zum Holocaust-Mahnmal in Berlin in Schutz genommen. "Die Frage, ob man das mitten in die deutsche Hauptstadt stellen muss", sei vor der Errichtung des Mahnmals breit diskutiert worden, sagte Gauland, der auch brandenburgischer Partei- und Landtagsfraktionschef ist. Dass Höcke diese Frage nun noch einmal aufgeworfen habe, tauge nicht zum Skandal.

Auch der stellvertretende Vorsitzende Andreas Kalbitz hatte Höcke in Schutz genommen:

Von RND/dpa