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Politik Fast die Hälfte der Arbeitslosen hat einen Migrationshintergrund
Nachrichten Politik Fast die Hälfte der Arbeitslosen hat einen Migrationshintergrund
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11:53 31.03.2019
Der Anteil der Leistungsbezieher mit Migrationshintergrund ist stark angestiegen. Quelle: Jens Kalaene/ZB/dpa
Nürnberg

Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an den rund 2,3 Millionen Arbeitslosen in Deutschland hat einen Höchstwert erreicht. Die entspreche Quote liegt inzwischen bei 46 Prozent, wie aus einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom 5. Februar hervorgeht. Das berichtet die „Welt“. Die Angabe des Merkmals „Migrationshintergrund“ ist allerdings freiwillig. 79 Prozent der Antragsteller füllten diese Spalte aus.

Unter den 4,1 Millionen sogenannten erwerbsfähigen Leistungsberechtigten haben Menschen mit Migrationshintergrund sogar die Mehrheit. Hier liegt die Quote bei 57 Prozent. In dieser Kategorie sind auch Aufstocker enthalten. Diese bekommen vom Jobcenter ergänzende Leistungen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht.

Große Veränderungen durch Flüchtlinge

2013, vor Beginn der großen Flüchtlingszuwanderung, lag der Migranten-Anteil unter den Arbeitslosen bei 36 Prozent. Bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten waren es 43 Prozent. „Der Anstieg der Zahl von arbeitslosen Geflüchteten“, schreibt die Bundesagentur, beeinflusse die Gesamtentwicklung maßgeblich. Im Juni 2016 wurden 291 000 „erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Kontext von Fluchtmigration“ gezählt, im Dezember 2018 war deren Zahl auf 591 000 gestiegen. Mit „Personen im Kontext von Fluchtmigration“ werden in der BA-Statistik Asylbewerber, Geduldete und anerkannte Flüchtlinge zusammengefasst.

Die Nürnberger Behörde verweist darauf, dass die Daten ihrer Auswertung möglicherweise kein ganz exaktes Bild der Wirklichkeit lieferten. Die Begründung: Die Angabe zum Migrationshintergrund ist freiwillig. Angaben machten lediglich 79 Prozent der Leistungsbezieher.

 

Von RND/jps

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