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Nachrichten Politik Integrationsbeauftragte: “Die Richtung stimmt und macht Mut”
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07:54 29.08.2019
Annette Widmann-Mauz (CDU)), Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.
Berlin

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz (CDU), sieht die Integrationspolitik der Bundesregierung durch eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Willkommenskultur seit 2015 bestätigt. „Die Richtung stimmt und macht Mut", sagte Widmann-Mauz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Einwanderung wird immer stärker als Chance gesehen – vor allem bei jungen Menschen. Das überrascht nicht, denn in der Schule oder am Ausbildungsplatz ist Vielfalt längst Normalität.“

Die Staatsministerin im Bundeskanzleramt betonte, dass die deutsche Wirtschaft auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen sei. "Deshalb ist es gut, dass viele dieses Potenzial erkennen. Es ist im Interesse der ganzen Gesellschaft, dass sich alle, die hier leben, einbringen", so Widmann-Mauz. "Davon profitieren auch unsere Sozialsysteme. Das fördern wir, das fordern wir aber auch ein.“

Mehr Orte der Begegnung nötig

Zur nach wie vor vorherrschenden Skepsis gegenüber Migranten und ihren Integrationswillen sagte die CDU-Politikerin, dass es Orte der Begegnung und des Miteinanders brauche, um das Verständnis füreinander zu stärken und Vorbehalte abzubauen. Sie verwies dabei auf entsprechende Pilotprojekte. "Wo es direkten Kontakt und Austausch gibt - im Verein, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft - wächst der Zusammenhalt.“

Zur Akzeptanz für Einwanderung gehöre aber auch, dass "unsere Werte respektiert und die Regeln eingehalten werden", so Widmann-Mauz. "Sie sind die Grundlage unseres friedlichen Zusammenlebens."

Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping, die mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius auch für den SPD-Vorsitz kandidiert, sagte dem RND, dass der Blick auf die Themen Flucht und Asyl maßgeblich von den Ereignissen der Jahre 2015 und 2016 geprägt seien. "Die Ohnmacht und die Überforderung, mit denen der Bund, die Länder und viele Kommunen in dieser Zeit agierten, hat sich bei vielen Menschen als Kontrollverlust eingeprägt", so Köpping.

Migration wird auch in Sachsen als Realität sichtbar

Sachsens Integrationspolitik ziele seitdem in zwei Richtungen: die Bürger mitzunehmen und Geflüchtete eng zu betreuen. "Wie die Studie belegt, ist das Mitnehmen der sogenannten Aufnahmegesellschaft ein zentraler Punkt", so Köpping. "Geflüchtete werden in Sachsen bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen durch Sprach- und Integrationsmittler mit den Grundwerten unserer Gesellschaft vertraut gemacht."

Am Ende, so Köpping, werde Integration nur gelingen, wenn neben den vielen notwendigen Förderungen und richtigen Maßnahmen auch für Akzeptanz von Vielfalt geworben werde. "Das ist vor allem eine Aufgabe für die Regionen in unserem Land, in dem Migration erstmals sichtbar zur Realität der Menschen wird", so die SPD-Politikerin.

Von Thoralf Cleven/RND

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