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Politik Jeder dritte Brandenburger verdient in Vollzeit weniger als 2000 Euro
Nachrichten Politik Jeder dritte Brandenburger verdient in Vollzeit weniger als 2000 Euro
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17:39 28.04.2019
Demonstration von Reinigungskräften. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Potsdam

In Brandenburg verdient fast jeder dritte Vollzeitbeschäftigte im Monat weniger als 2000 Euro brutto. Nach den jüngsten offiziellen Daten Ende 2017 waren das 29,8 Prozent, wie eine Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linken zeigt. Die Abgeordnete Sabine Zimmermann hatte anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai danach gefragt.

In Westdeutschland kamen 2,32 Millionen Vollzeitbeschäftigte (13,5 Prozent) auf weniger als 2000 Euro brutto, in Ostdeutschland 1,06 Millionen (27,5 Prozent). Den höchsten Anteil hatte mit 32,6 Prozent Mecklenburg-Vorpommern. Den niedrigsten mit 11,4 Prozent Baden-Württemberg.

Auch zwischen den Branchen sind die Unterscheide groß. Das zeigt eine weitere Antwort des Sozialministerium auf eine kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer. Reinigungskräfte bildeten Ende 2017 mit einem mittleren Bruttoeinkommen von 1861 Euro das Schlusslicht – gefolgt von Beschäftigten im Tourismus, bei Hotels und Gaststätten mit 1961 Euro. Es folgen die Land-, Tier- und Forstwirtschaftsberufe mit 2154 Euro für die Beschäftigten im Mittel, am oberen Ende der Skala stehen die Angehörigen der Informatik- und IT-Berufe mit im Mittel 4926 Euro brutto im Monat.

Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland, Verena Bentele, warnte vor den Folgen niedriger Löhne auch für die Alterssicherung. „Gute Löhne sorgen für gute Renten. Die Politik muss endlich handeln, damit aus den armen Beschäftigten von heute nicht die armen Rentner von morgen werden“, erklärte sie. Um Altersarmut vorzubeugen, müsse der Mindeststundenlohn auf mindestens 12,80 Euro angehoben werden. Zudem müssten prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit eingedämmt werden, betonte Bentele.

Von MAZonline/dpa