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11:43 27.09.2019
Das Logo der Deutschen Bahn AG (DB) ist in der Abenddämmerung am Bahntower am Potsdamer Platz zu sehen. Quelle: Christoph Soeder/dpa
Berlin

Deutschland im Jahr 2030: Die Bahn hat im zurückliegenden Jahrzehnt so viel investiert wie nie zuvor. Zwischen den großen Metropolen der Republik fahren jede halbe Stunde superschnelle ICEs. Deren Abfahrtszeiten sind abgestimmt auf die Ankunftszeiten des Regionalverkehrs. Die Probleme mit Verspätungen und Zügen, die in letzter Minute gestrichen werden und auf freier Strecke liegen bleiben, sind längst überwunden.

Die Bahn als verlässliche Alternative für den Inlandsflug wie für das alltägliche Pendeln mit dem Auto – eine schöne Vision. Doch muss noch sehr viel geschehen, um sie Wirklichkeit werden zu lassen. Die gute Nachricht ist, dass der Staatskonzern nun zumindest die notwendigen Mittel zur Verfügung hat. 156 Milliarden Euro können im kommenden Jahrzehnt ins Schienennetz gesteckt werden – eine Rekordsumme. Die Bundesregierung hat – zuletzt im Klimakabinett – die richtigen Weichenstellungen für die Bahn vorgenommen.

Bauen, bauen, bauen

Jetzt gibt es für die Bahn allerdings auch keine Ausreden mehr. Sie muss bauen, bauen, bauen. Finanziell ist sie nun so ausgestattet, dass sie zum Treiber der Verkehrswende werden kann. Sie wird dafür Tausende Planer einstellen müssen. Und sie benötigt Lösungen, die schnelle Genehmigungen und effizientes Bauen ermöglichen. Die milliardenschwere Sanierungs-, Ausbau- und Digitalisierungsoffensive kann zu einem gewaltigen Konjunkturprogramm werden.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Bauindustrie zusätzliche Kapazitäten schafft. Geschieht das nicht, drohen der Bahn so wie zuletzt erhebliche Preissteigerungen. Dass das Schienennetz, das in Teilen noch aus der Kaiserzeit stammt, endlich auf Vordermann gebracht werden kann, ist ein Segen fürs Land. Allerdings erst, wenn alles fertig ist. Zunächst einmal wird es mehr Baustellen geben als je zuvor. Die Herausforderung ist, die dadurch entstehenden Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

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Von Rasmus Buchsteiner/RND

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