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Politik Konzerte und Festivals in Gefahr? Bund will wichtige Mikro-Frequenzen für Mobilfunk freigeben
Nachrichten Politik Konzerte und Festivals in Gefahr? Bund will wichtige Mikro-Frequenzen für Mobilfunk freigeben
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08:16 28.10.2019
Konzert von Pussy Riot in Berlin. Quelle: imago images/Votos-Roland Owsnitzki
Berlin

Zu Beginn der internationalen Weltfunkkonferenz hat der Deutsche Kulturrat vor massiven Problemen für Theater, Orchester oder Open-Air-Konzerte gewarnt, sollten die bisher für Funkmikrofone verwendeten Frequenzen an den Mobilfunk vergeben werden.

„Wenn der Abbau an Frequenzen nicht gestoppt wird, ist die Funktionsfähigkeit von Kultureinrichtungen in Deutschland in Gefahr“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Er appellierte an die Bundesregierung, die Freigabe für den Mobilfunk zu verhindern und das Frequenzband langfristig für den Kulturbetrieb zu sichern.

Frequenzen sollen an Mobilfunk gehen

Die Weltfunkkonferenz mit über 3000 Teilnehmen aus aller Welt beginnt an diesem Montag im ägyptischen Sharm El Sheik. Erwartet wird, dass auf der Tagung wichtige Weichenstellungen für die Umwidmung des sogenannten 600-Megahertz-Bandes beschlossen werden. „Neben den Theatern und Orchestern sind viele weitere Veranstalter, wie zum Beispiel Kirchen, Stadthallen, soziokulturelle Zentren, Volksfeste, die ebenfalls alle Funkmikrofone einsetzen, unmittelbar betroffen“, warnte Zimmermann.

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Nach seinen Angaben gäbe es nach einer Freigabe für den Mobilfunk keine gleichwertigen Ersatzfrequenzen mehr für Funkmikrofone. Zwar ist es technisch prinzipiell auch möglich, den neuen 5G-Standard für Live-Übertragungen mit Mikrofonen zu verwenden. Die Entwicklung steht aber am Anfang, Geräte dafür gibt es noch nicht. Der Einsatz von Funkmikrofonen war bereits in den vergangenen Jahren eingeschränkt worden, weil das ursprünglich verwendete 700-Megahertz-Band geräumt werden muss.

FDP-Antrag gescheitert

Die FDP hatte in den vergangenen Wochen mit einem Bundestagsantrag versucht, die große Koalition zum Handeln zu bringen. Der Antrag wurde zwar von den Grünen unterstützt, nicht aber von Union und SPD. Daher fiel er im Parlament durch. „Die Regierungsfraktionen lassen die Theater- und Veranstaltungsbranche im Stich“, kritisierte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung.

Von Tim Szent-Ivanyi/RND

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