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19:37 13.11.2018
Mit diesem Exoskelett können Roboter ferngesteuert werden. Es kommt im Virtual Reality Lab in einer interaktiven 3D-Testumgebung zum Einsatz. Quelle: Michael Bahlo/dpa
Kaiserslautern

„Frau Merkel, welches Mitglied ihres Kabinetts könnten Sie mit einem Roboter ersetzen?“ Diese Frage wurde der Bundeskanzlerin in diesem Sommer auf einer Konferenz in Berlin gestellt. Dass sie sich um eine Antwort drückte, indem sie sagte, jeder ihrer Minister sei ihr als Mensch lieb, ist nicht wichtig. Wichtig ist, wer ihr diese Frage gestellt hat. Es war Sophia aus Hongkong, ein menschlich aussehender Roboter, vollgestopft mit künstlicher Intelligenz.

Tatsächlich wird auch in Deutschland mit Hochdruck Künstliche Intelligenz geschaffen. Führend ist hierzulande die wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) mit Sitz in Kaiserslautern, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern konnte. Die 550 hochqualifizierten Forscher und Angestellten entwickeln Software auf Basis von Künstlicher Intelligenz.

Künstliche Intelligenz hat viele Anwendungsfelder

Ab Donnerstag befindet sich etwa eine Forschergruppe in Marokko. Dort wollen sie in der Sahara Software für Weltraumroboter testen. Und zwar unter realitätsnahen Bedingungen: Der Roboter soll die Wüste kilometerweit durchqueren und sich dabei auf wechselnde Untergründe einstellen - und das völlig autonom. Das DFKI beschäftigt sich aber auch mit Lösungen für irdische Probleme.

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Die Forscher sind etwa im Bereich der Medizin unterwegs. Die Schlaganfall-Patienten in der Charité Berlin profitieren aktuell von einem Projekt mit dem Titel PRECISE4Q. Computergestützte Vorhersagemodelle, die sich auf große Datensätze stützen, sollen den besseren Einsatz von Therapien ermöglichen. Andere wichtige Schwerpunkte des DFKI sind die Zukunft der häuslichen Pflege, die Wartung von Unterwasserpipelines, das autonome Fahren oder das frühzeitige Erkennen von Naturkatastrophen. Es geht aber auch um Sport: Bei der Roboterfußball-Weltmeisterschaft konnte das B-Human-Team des DFKI sechsmal den Titel holen.

Virtual Reality in der Physiotherapie

Bei dem Festakt zum 30-jährigen Jubiläum des DFKI lobte Bundesbildungsminsterin Anja Karliczek (CDU), die Forscher würden das scheinbar Unmögliche mit viel Ernsthaftigkeit verfolgen. In ihren Projekten gehen sie immer wieder ungewöhnliche Wege und kombinieren Felder miteinander, die zuvor nichts miteinander zu tun hatten. So entwickelten sie jüngst ViRST, das die Virtual Reality-Technologie in der physiotherapeutischen und psychotherapeutischen Schmerztherapie einsetzt.

Weil das DFKI durch Zuwendungen öffentlicher Fördermittelgeber wie der EU oder dem Bildungsministerium finanziert wird, überprüft ein internationales Expertengremium zweimal jährlich den Fortschritt. Weitere wichtige Institute im Bereich der KI gibt es in Tübingen mit dem „Cyber Valley“ und in Karlsruhe mit dem Digitalen Innovationszentrum.

Von Dana Frohbös/RND

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