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Politik Lob aus Schweden für Greta Thunberg: „Sie hat die Sache durchdacht“
Nachrichten Politik Lob aus Schweden für Greta Thunberg: „Sie hat die Sache durchdacht“
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11:29 02.04.2019
Im August 2018 hatte Greta Thunberg ihren Protest vor dem schwedischen Parlament begonnen. Vor Kurzem demonstrierte sie mit Schülern in Berlin. Quelle: Sean Gallup/Getty Images
Berlin

Greta Thunberg gilt bereits als das Aushängeschild ihrer Generation. Sie ist diejenige, die die Bewegung „Fridays for Future“ initiiert hat. Doch sie muss für ihr Engagement auch viel Kritik einstecken. Nun bekommt sie jedoch Rückendeckung vom schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven.

„Ihr Einsatz ist beeindruckend“, sagte er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Ich habe sie getroffen, sie ist eine junge Frau, die die Sachen durchdacht hat. Sie diskutiert nicht mit lauter Stimme, sondern mit starken Argumenten und Fakten“, sagte der Sozialdemokrat.

Löfven fügte an, er verstehe, dass die Jugend verlange, dass es schneller gehen müsse. „Wenn man liest, was der Weltklimarat berichtet, wenn man sieht, was in der ganzen Welt passiert, dann bin ich auch besorgt. Was wir tun können, das werden wir jetzt tun. Daran glaube ich“, sagte er. Löfven ist derzeit für die Hannover-Messe in Deutschland.

Ältere Generationen würden nur den Kopf tätscheln

Thunberg war zuletzt am Freitag in Deutschland und demonstrierte mit mehr als 20.000 Menschen gegen den Klimawandel. Die 16-Jährige sprach bei der Abschlusskundgebung nur zwei Minuten. Ihre Rede war eine Mischung aus Hoffnung und Krise.

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Die Schülerin rief dazu auf, in Panik zu geraten. Die älteren Generationen hätten versagt, die größte Krise der Menschheit zu bewältigen. Der besorgten jungen Generation würden sie nur den Kopf tätscheln und sagen, alles werde gut.

Greta Thunberg selbst vermeidet es zu fliegen. Denn dabei gelangen Stoffe in die Luft, die schlecht für das Klima sind. Stattdessen fährt Greta oft mit dem Zug. Am Sonntag veröffentlichte sie im Internet ein Bild von sich. Darauf wartete sie am Berliner Hauptbahnhof auf den Zug Richtung Schweden.

Baerbock gegen Atomenergie als Beitrag

In der ARD-Talkshow „Anne Will“ am Sonntagabend sprach sie über Atomkraft als Teil der Lösung gegen den Klimawandel und verwies dabei auf einen Bericht des Weltklimarats (IPCC). „Atomenergie ist nicht die Zukunft, denn sie ist nicht erneuerbar“, sagte Thunberg. Laut Weltklimarat könne sie aber „ein kleiner Teil für die sehr große, fossilfreie Lösung sein“. Sie selbst sei trotzdem kein Freund von Atomkraft.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock sprach sich nun als Reaktion darauf gegen Atomenergie als Beitrag zum Klimaschutz aus. „Klimaschutz bedeutet für uns ein Ausstieg aus fossiler Energie und dazu zählt auch die Atomkraft“, sagte Baerbock am Montag in Berlin. Diese Form der Energiegewinnung sei daher keine Option, um die Klimaziele zu erreichen.

Von RND/ngo mit dpa

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