Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Ministerpräsident Weil reist nach Russland
Nachrichten Politik Ministerpräsident Weil reist nach Russland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:18 30.11.2018
Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) fliegt für drei Tage nach Moskau. Quelle: Holger Hollemann/dpa
Anzeige
Hannover

Vor dem Hintergrund des zugespitzten Konflikts zwischen Russland und der Ukraine reist Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für drei Tage nach Moskau. Am Sonntag fliegt er von Hannover aus gegen Mittag in die russische Hauptstadt, wo am Abend Gespräche mit Vertretern der deutschen Außenhandelskammer anstehen.

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hatte sich zuletzt verschärft, nachdem der russische Grenzschutz mit Gewalt drei ukrainische Marineboote aufgebracht hatte, die durch die Meerenge von Kertsch in das Asowsche Meer einlaufen wollten. Kiew hatte daraufhin in einigen Regionen das Kriegsrecht ausgerufen. Weil sagte: „Gerade in schwierigen Zeiten darf der Gesprächsfaden nicht abreißen. Eine weitere Eskalation des Konflikts schadet beiden Seiten und sollte dringend verhindert werden.“

Anzeige

Weil im Gespräch mit Kosak und Moskauer Bürgermeister

Am Montag trifft der Regierungschef den russischen Vize-Ministerpräsidenten Dmitri Kosak. Der 60-jährige Politiker gilt als einer der engsten Vertrauten von Präsident Wladimir Putin. Er hatte die Aufsicht über die Vorbereitung der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Weitere Programmpunkte sind ein Gespräch mit dem kremltreuen Außenpolitik-Experten Sergej Karaganow und eine Debatte mit Journalistik-Studenten der Moskauer Lomonossow-Universität.

Am Dienstag wird Weil mit dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin zusammentreffen. Ähnlich wie Vize-Ministerpräsident Kosak ist auch der 60-jährige Sobjanin ein langjähriger Wegbegleiter von Putin. Sobjanin hat sich mit Prestigeprojekten wie spektakulären Parks, einer neuen Ringbahn und Flaniermeilen als Modernisierer der Zwölf-Millionen-Metropole profiliert.

Von RND/dpa