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Politik Nahles wirft Juso-Chef Kühnert Lüge vor
Nachrichten Politik Nahles wirft Juso-Chef Kühnert Lüge vor
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07:28 18.01.2018
SPD-Bundesfraktionsvorsitzende Andrea Nahles wirft Juso-Chef Kevin Kühnert Falsch-Informationen vor. Quelle: dpa
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Berlin

Drei Tage vor dem richtungsweisenden SPD-Parteitag in Bonn spitzt sich der innerparteiliche Streit über die mögliche Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union zu. Fraktionschefin Andrea Nahles warf den GroKo-Gegnern vor, es mit den Fakten nicht so genau zu nehmen: „Was der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert in Sachsen-Anhalt zum Thema Rente gesagt hat, ist schlichtweg falsch“, sagte Nahles den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Jungsozialisten machen dagegen weiterhin massiv Stimmung gegen eine Neuauflage des Regierungsbündnisses mit der Union.

Auch zu den möglichen Koalitionsverhandlungen äußerte sich Nahles: Sie rief ihre Partei dazu auf, keine falschen Hoffnungen in die Verhandlungen mit der Union zu setzen und warnte „vor Illusionen“. Trotzdem werde es harte Koalitionsverhandlungen geben. Laut Nahles ist noch ein Drittel der Delegierten unentschlossen.

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Entscheidung fällt am Sonntag in Bonn

Am Sonntag stimmen auf einem Parteitag in Bonn 600 Delegierte und der SPD-Vorstand darüber ab, ob es Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU geben soll. Kritiker aus den Reihen der SPD beurteilen die Sondierungsergebnisse von Union und SPD als unzureichend und wünschen sich „Nachbesserungen“, etwa bei der Steuerpolitik oder beim Gesundheitssystem. Viele haben aber auch prinzipielle Bedenken gegen eine erneute große Koalition.

Viele Bürger wünschen sich Sigmar Gabriel als Vizekanzler

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wünschen sich beim Zustandekommen einer neuen großen Koalition mehr Bürger Sigmar Gabriel auf dem Vizekanzlerposten als Martin Schulz. Demnach sprachen sich 33 Prozent dafür aus, dass Gabriel Stellvertreter von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) bleibt. Nur 22 Prozent wünschten sich seine Ablösung durch SPD-Chef Schulz. Sechs Prozent sprachen sich für einen anderen Kandidaten aus, 39 Prozent machten keine Angaben.

Von RND/dpa