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Politik Kehrtwende: Erdogan will Pence nun offenbar doch treffen
Nachrichten Politik Kehrtwende: Erdogan will Pence nun offenbar doch treffen
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16:29 16.10.2019
Der türkische Präsident Erdogan hat keine Lust, mit jemand anderem als US-Präsident Donald Trump über die Lage in Syrien zu sprechen. Quelle: imago/ZUMA Press/UPI Photo/Lefteris Pitarakis/AP/dpa/Montage RND
Washington

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will sich nun offenbar doch am Donnerstag in Ankara mit US-Vizepräsident Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo zu Gesprächen über die türkische Offensive in Nordsyrien treffen. Das jedenfalls bestätigte am Mittwoch sein Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun auf Twitter.

Dabei hatte Erdogan ein Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo zuvor gegenüber Journalisten ausgeschlossen. Sie würden nur mit ihren amtsgleichen türkischen Kollegen sprechen können. „Wenn Trump kommt, dann werde ich reden“, hatte er gegenüber Sky News gesagt. Auf die Frage, ob er angesichts des Eintreffens der amerikanischen Delegation besorgt sei, sagte er: „Nein.“

Eine US-Delegation ist auf dem Weg nach Ankara zu einer Vermittlungsmission. Das Treffen zwischen Erdogan und der US-Delegation ist für Donnerstag geplant. Die Amerikaner wollen eine Waffenruhe in Nordostsyrien erreichen.

Am Montag hatten die USA eine sofortige Waffenruhe in dem Konflikt gefordert und Sanktionen gegen die Türkei verhängt. Davon betroffen sind zwei Ministerien und drei Minister.

Nordsyrien: US-Vizepräsident startet Vermittlungsmission

„Wir werden niemals eine Waffenruhe erklären“

Davon zeigte sich Erdogan jedoch unbeeindruckt. „Wir werden niemals eine Waffenruhe erklären“, sagte er am Mittwoch. In den Augen Erdogans handelt es sich bei den kurdischen Milizen der YPG um „Terroristen“. Und mit „Terroristen“ werde sich die Türkei nicht an einen Tisch setzen, sagte er weiter. Zudem forderte er einen Rückzug der syrisch-kurdischen Truppen aus der Grenzregion und gab ihnen dafür bis zum Abend Zeit.

Die Türkei hatte vor einer Woche eine militärische Offensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien begonnen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, die US-amerikanischen Truppen aus dem Land abziehen zu wollen. Erst am Dienstag hatten sich US-Soldaten aus dem syrischen Manbidsch zurückgezogen.

Zudem hat US-Präsident Donald Trump Erdogan für den 13. November nach Washington eingeladen. Erdogan sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur am Mittwoch allerdings, dass er die Amerikareise „nach den Treffen mit den Delegationen, die hierherkommen, bewerten“ wird. Die Diskussionen im Kongress und die Beurteilungen seiner Person, seiner Familie und Ministerfreunde seien eine „große Respektlosigkeit“ gegenüber dem türkischen Staat.

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