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Politik Renten-Haltelinie muss bereits 2021 greifen – früher als gedacht
Nachrichten Politik Renten-Haltelinie muss bereits 2021 greifen – früher als gedacht
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16:36 19.03.2019
Die Haltelinie von 48 Prozent für das Sicherungsniveau in der gesetzlichen Rente wird 2021 erstmals greifen müssen – früher als bislang angenommen Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Berlin

Die Haltelinie von 48 Prozent für das Sicherungsniveau in der gesetzlichen Rente wird 2021 erstmals greifen müssen – früher als bislang angenommen. „Das Netto-Rentenniveau vor Steuern, das im Prinzip das Verhältnis von Netto-Standardrente zu durchschnittlichem Netto-Arbeitsentgelt beziffert, wird für 2019 auf 48,2 Prozent geschätzt. Es sinkt 2020 auf 48,1 Prozent und wird ab 2021 durch die Haltelinie bei 48 Prozent gehalten“, heißt es in einer neuen Prognose der Deutschen Rentenversicherung Bund, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Bislang war die Bundesregierung davon ausgegangen, dass die seit Jahresbeginn gesetzlich fixierte Haltelinie beim Rentenniveau erst 2022 greifen wird. Laut neuer Rentenprognose kann der Renten-Beitragssatz bis einschließlich 2023 bei 18,6 Prozent stabil bleiben. 2024 müsste er dann um einen Prozentpunkt auf 19,6 Prozent angehoben werden, 2025 schließlich auf 20,0 Prozent.

Kräftige Rentenerhöhung in diesem Jahr

Nach den Zahlen der Rentenversicherung können sich Deutschlands Rentner in diesem Jahr erneut auf ein kräftiges Plus einstellen. Demnach wirken sich zwei Faktoren in der Rentenanpassungsformel in diesem Jahr „anpassungssteigernd“ aus. Dabei geht es um den Nachhaltigkeits- und den Beitragssatzfaktor. In der Prognose fehlen nun nur noch die Zahlen zur Lohnentwicklung. Nach RND-Informationen will die Bundesregierung in Kürze bekannt geben, wie stark die Renten Mitte des Jahres angehoben werden. In ihrem aktuellen Rentenversicherungsbericht hatte die Bundesregierung ein Plus von 3,18 Prozent in Westdeutschland sowie 3,91 Prozent im Osten prognostiziert.

Lesen Sie auch: Gesetzliche Rente reicht in Zukunft alleine nicht

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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