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Politik SPD-Umweltexperte kritisiert Ökobilanz der E-Scooter
Nachrichten Politik SPD-Umweltexperte kritisiert Ökobilanz der E-Scooter
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08:51 28.08.2019
E-Scooter stehen in Münster auf einem Bürgersteig. Quelle: imago images / Rüdiger Wölk
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Düsseldorf

Der stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag, Michael Thews (SPD), hat die Umweltbilanz der E-Scooter kritisiert. "Mein erster Eindruck von der Nutzung der E-Scooter ist, dass sie für Strecken genutzt werden, die sonst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zurückgelegt wurden", sagte Thews der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Ihren eigentlichen Zweck, die CO2-Bilanz zu verbessern, erfüllen sie also nicht", unterstrich der Umweltpolitiker.

Zugleich sieht er ein Entsorgungsproblem: "Die E-Scooter müssen häufig schon nach wenigen Monaten als Elektroschrott entsorgt werden." Im Verleih seien sie relativ teuer und hätten ihren Anschaffungspreis daher nach wenigen Monaten eingespielt. "Mit Blick auf die Ökobilanz ist das nicht sinnvoll. Für defekte E-Scooter muss es dringend ein Reparatur- und Recyclingkonzept geben", forderte Thews.

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Im Video: Der E-Scooter-Test

Der E-Scooter Test

Der SPD-Umweltexperte sieht noch ein weiteres Problem: Die Roller würden von den Verleihfirmen zum Aufladen der Akkus abends durch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor eingesammelt und morgens wieder an die Straßenecken gestellt. Er forderte stattdessen Ladestationen.

Elektro-Tretroller sind seit Juni in Deutschland zugelassen. Anbieter in mehreren Städten stellen die kleinen Flitzer seither zum Ausleihen zur Verfügung. Die Roller dürfen bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren und müssen auf Radwegen unterwegs sein - gibt es keine, müssen sie auf die Straße.

Zuletzt hatten die Verbraucherzentralen erhebliche Probleme bei den Nutzungsbedingungen von Elektro-Tretrollern zum Ausleihen in deutschen Städten moniert. Oft lehnten Anbieter jede Verantwortung für den Zustand der E-Roller ab und wollten nicht einmal garantieren, dass der Vermietungsservice funktioniere. Das sagte die Rechtsexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Kerstin Hoppe, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

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RND/epd/dpa