Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Siemens-Chef: US-Präsidentenamt wird unter Trump zum Gesicht von „Rassismus und Ausgrenzung“
Nachrichten Politik Siemens-Chef: US-Präsidentenamt wird unter Trump zum Gesicht von „Rassismus und Ausgrenzung“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:04 21.07.2019
Der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Joe Kaeser, geht durch den East Room des Weißen Hauses in Washington (USA). Quelle: dpa
Washington

Das Amt des US-Präsidenten wird unter Donald Trump nach Ansicht von Siemens-Chef Joe Kaeser zum “Gesicht von Rassismus und Ausgrenzung“. Das bedrücke ihn, schrieb Kaeser bei Twitter weiter. Er habe selbst viele Jahre in den USA gelebt und dort “Freiheit, Toleranz und Offenheit erfahren wie nie zuvor“, was „America Great at work“ gewesen sei.

Siemens erwirtschaftet fast 20 Prozent seines Umsatzes in den USA. Die ungewöhnlich scharfe Kritik Kaesers vom Samstag war eine Reaktion auf einen Artikel über Trumps Angriffe gegen vier Demokratinnen aus dem US-Kongress.

Trump forderte Demokratinnen zur Rückkehr in vermeintliche Heimatländer auf

Am Sonntag legte Trump via Twitter nochmals nach: Die vier Abgeordneten seien nicht in der Lage, ihr Land zu lieben, behauptete er. Sie sollten sich für ihre schreckliche und hasserfüllte Kritik “bei Amerika entschuldigen“, forderte Trump.

Trump hatte die Demokratinnen in den vergangenen Tagen mehrfach aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen, wenn es ihnen in den USA nicht gefalle. Die vier Politikerinnen sind indes alle US-Bürgerinnen: Alexandria Ocasio-Cortez ist puerto-ricanischer Abstammung, geboren in New York; Rashida Tlaib ist Tochter palästinensischer Einwanderer, geboren in Detroit; Ayanna Pressley ist Afroamerikanerin, geboren in Chicago. Ilhan Omar kam in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenager in den USA eingebürgert.

Trump bezeichnet Anhänger als “unglaubliche Patrioten“

Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Mittwoch hatten Trumps Anhänger die Kritik des Präsidenten mit Hasstiraden beantwortet und johlten in Bezug auf Omar: “Schickt sie zurück!“. Trump distanzierte sich zunächst von den Sprechchören, dann nahm er seine Anhänger jedoch wieder in Schutz und bezeichnete sie als “unglaubliche Patrioten“.

Lesen Sie auch:
Angela Merkel erteilt Trump für rassistische Äußerungen einen dicken Tadel

Von RND/dpa

Die Menschen in der Ukraine sind des Krieges im Osten und der Korruption im Land müde. Der prowestliche Staatschef Wolodymyr Selenskyj holt junge und unabhängige Menschen in die Politik - bei der Parlamentswahl am Sonntag räumt seine Partei ab.

21.07.2019

Die neue Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer setzt sich vehement für das Zwei-Prozent-Ziel der Nato ein, was zusätzliche zweistellige Milliardenausgaben fürs Militär bedeuten würde. Das ist nicht populär und - weit wichtiger - nicht notwendig, kommentiert Christian Burmeister.

21.07.2019

Die neue Verteidigungsministerin Annegret-Kramp-Karrenbauer (CDU) will mehr Geld für Rüstung ausgeben, SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel weist das zurück. Die Ministerin soll erstmal ihren Job machen, findet er.

21.07.2019