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Politik Politiker geht auf Greenpeace-Aktivistin los – und wird suspendiert
Nachrichten Politik Politiker geht auf Greenpeace-Aktivistin los – und wird suspendiert
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20:35 21.06.2019
Tory-Politiker Philip Hammond wird gegen eine Aktivistin handgreiflich. Quelle: RND/Reuters
London

Am Donnerstagabend im Londoner Bankenviertel ist es während einer Rede von Finanzminister Philip Hammond, der dabei eindringlich vor einem Brexit ohne Abkommen warnte, zu einem Zwischenfall gekommen.

Etwa 40 Greenpeace-Aktivisten stürmten die Veranstaltung, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Mit lautstarken Parolen, die sie in einen Lautsprecher brüllten, unterbrachen sie das formelle Abendessen. Der Tory-Politiker Mark Field, Staatssekretär im Außenministerium, schubste daraufhin eine Demonstrantin an eine Säule, packte sie am Nacken und führte sie aus dem Saal heraus.

Video: Rücktrittsforderungen nach Rauswurf-Aktion

Der grobe Umgang mit der Frau bleibt nicht ohne Folgen: Gegen den Tory-Politiker wurde eine Untersuchung eingeleitet. Während der Ermittlungen sei Field von seinem Posten als Staatssekretär suspendiert, teilte eine Regierungssprecherin am Freitag mit. Auch die Polizei und die Tory-Partei nehmen Untersuchungen des Vorfalls vor.

Tory-Politiker befürchtete, dass Aktivistin bewaffnet war

Kurz nach Veröffentlichung des Videos, auf dem der Übergriff zu sehen ist, kamen erste Rücktrittsforderungen aus der Opposition. Aber auch die Tories gingen mit ihrem Parteifreund hart ins Gericht. So sei das Vorgehen von Field nur „sehr schwer zu rechtfertigen“, wie Brandon Lewis dem Fernsehsender ITV erklärte. Auch Premierministerin Theresa May fand den Vorfall laut einem Regierungssprecher sehr besorgniserregend“.

Field selbst verteidigte sein brutales Durchgreifen. Es seien keine Sicherheitsleute anwesend gewesen. Zudem habe er befürchtet, dass die Frau eine Waffe bei sich trug, wie die „Welt“ aus einer Stellungnahme des 54-Jährigen zitiert. Dennoch bedauere er den Vorfall und entschuldigte sich bei der Frau, die von dem körperlichen Vorgehen völlig überrascht war. Zwar habe sie einen verbalen Schlagabtausch erwartet. Aber damit, dass sie am Hals gepackt werde, habe sie nicht gerechnet, wie sie der „Daily Mail“ erklärte.

Von RND/ak/dpa

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