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Politik Verurteilter Gefährder soll sich in die Türkei abgesetzt haben
Nachrichten Politik Verurteilter Gefährder soll sich in die Türkei abgesetzt haben
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10:45 11.12.2018
Einsatzfahrzeuge der Polizei: Ein Gefährder aus NRW soll sich in die Türkei abgesetzt haben. Quelle: imago/Deutzmann
Essen

Der Salafist und Gefährder Halil D. hat sich aus Deutschland in die Türkei abgesetzt. Das berichtet der „Spiegel“. Die für den Islamisten zuständige Polizeibehörde in Essen habe dem Magazin die Ausreise bestätigt.

Halil D. wurde wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat am Landgericht Frankfurt angeklagt. Polizisten hatten in seiner Wohnung in Oberursel bei Frankfurt am Main im Frühjahr 2015 Propagandamaterial, Waffen, Chemikalien und Munition, sowie 24.000 Euro in bar gefunden. In einer Bananenkiste im Keller lagerte zudem eine fertige Rohrbombe, schreibt das Magazin weiter. Die Behörden hätten Terroralarm gegeben. Ihre Vermutung: Halil D. könnte einen Anschlag auf das Radrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ geplant haben.

Das Landgericht Frankfurt verurteilte ihn im Juli 2016 wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz und Urkundenfälschung. Er kam im Januar 2018 unter Auflagen frei, nachdem er kurze Zeit in der Psychiatrie eingesessen hatte.

Halil D. soll seine Ausreise sorgfältig vorbereitet haben. Seine Frau, die dem Bericht zufolge ebenfalls als relevante Person eingestuft ist – flog mit den gemeinsamen Kindern bereits vor Wochen in die Türkei. D.s Anwalt verteidigt Halil D. Er könne sich gut vorstellen, dass sein Mandant ausgereist sei. Es sei früh klar gewesen, dass D. das Wasserstoffperoxid zur Beseitigung von Schimmel habe einsetzen wollen. Durch die Ermittlungen und Vorwürfe der Behörden sei ein normales Leben in Deutschland nicht möglich.

Von RND/ngo

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