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Politik Widersprüche rund um Konflikt zwischen Teenagern und amerikanischem Ureinwohner
Nachrichten Politik Widersprüche rund um Konflikt zwischen Teenagern und amerikanischem Ureinwohner
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15:53 21.01.2019
Der 64-jährige Nathan Phillips wurde auf dem „Indigenous Peoples March“ von jugendlichen Trump-Anhängern bedrängt. Quelle: Mike McCleary/The Bismarck Tribune/AP
Washington

Die Bilder am Rande des „Indigenous Peoples March“ in Washington sorgten nicht nur in den USA für Unverständnis: Zu sehen sind mehrere Schüler, die offenbar einen Ureinwohner umzingeln, bedrängen und ihn provozieren. „Baut die Mauer, baut die Mauer“, sollen die Jugendlichen in Trump-Fankleidung mehrmals gerufen haben.

Der 64-jährige Nathan Phillips, der sich auf der Veranstaltung für die Rechte der US-amerikanischen Ureinwohner einsetzte, ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und setzte seinen Gesang und das Musizieren fort.

Gegenüber der „Washington Post“ äußerte er sich später zu dem Vorfall. „Es wurde hässlich und ich dachte mir, dass ich einen Weg aus dieser Situation finden muss“, sagte der Vietnam-Veteran der Zeitung. „Es wäre schön, wenn sie diese Energie lieber dafür investieren würden, unser Land wieder großartig zu machen und denen zu helfen, die hungrig sind“, sagte Phillips in einem Instagram-Video.

Jugendlichem Trump-Anhänger droht Schulverweis

Das Verhalten der Jugendlichen, die in Washington ursprünglich an dem „March for Life“ gegen Abtreibung teilgenommen hatten, wurde in den Sozialen Netzwerken scharf kritisiert. Auch Prominente wie Sängerin Pink verurteilten den Vorfall: „Erschreckend und wirklich respektlos. Eklig. Was wird dagegen getan?“, schrieb sie bei Instagram.

Die Kirche und die katholische Schule der Jungen in Kentucky haben auf das Video reagiert. So wurde der Facebook-Account der High School gelöscht und das Twitter-Profil auf privat geschaltet. „Wir verurteilen die Handlungen der Schüler der Convington Catholic High School gegenüber Nathan Phillips und den amerikanischen Ureinwohnern im Allgemeinen. [...] Wir möchten uns zutiefst bei Mr. Phillips entschuldigen“, heißt es in einem Statement der Schule. Demnach könnte dem Schüler, der in der Aufnahme deutlich zu sehen ist, ein Verweis drohen.

Zweifel an den Hintergründen der Auseinandersetzung

Drei Tage nach dem Vorfall ergibt sich noch ein anderes Bild des Vorfalls. Wie unter anderem CBC berichtet, ließ die Familie des Jungen, der sich Phillips gegenüber stellte, ein Statement veröffentlichen. Darin heißt es, dass eine weitere Partei an der Konfrontation beteiligt war, mit der die Schüler zuvor aneinander geraten waren. Daraufhin hätten sich Phillips und weitere Demonstranten auf die Jugendlichen zubewegt. Auch Phillips bestätigte in einem Interview mit MSNBC, dass er versucht habe, die Situation zu entschärfen.

Anmerkung: Die Stellungnahme des Jugendlichen sowie die Bestätigung Phillips, dass er versuchte habe, einen Streit zu vermeiden, wurden nachträglich in diesen Text eingearbeitet.

Von RND/mkr

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