Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Wirtschaftsverbände kritisieren Arbeit der GroKo
Nachrichten Politik Wirtschaftsverbände kritisieren Arbeit der GroKo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:33 01.01.2019
Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Innenminister Horst Seehofer (CSU) und SPD-Chefin Andrea Nahles. Quelle: AP
Berlin

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben den Kurs der großen Koalition besonders in der Wirtschafts- und Sozialpolitik massiv kritisiert. Industriepräsident Dieter Kempf sagte: „Unsere Unternehmen werden zunehmend ungeduldig. Wir brauchen endlich eine wahrnehmbare, zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik.“ Kritik kam auch von den Arbeitgeberverbänden und dem Handwerk.

Kempf sagte, eine vernünftige Wirtschaftspolitik sei genauso wie eine vernünftige Bildungspolitik die beste Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. „Die Politik muss die Ursachen angehen, nicht nur die Symptome. Die Koalition hat bisher auf die falschen Themen gesetzt. Im Koalitionsvertrag geht es so gut wie gar nicht um die jüngeren oder nachfolgenden Generationen.“ In der Wirtschaftspolitik habe sich nun ein enormer Handlungsdruck aufgebaut, weil zu lange zu viel umverteilt und zu wenig investiert worden sei.

„Nun brauchen wir eine konstruktive Arbeit in der Sache“

Auch das Handwerk zeigte sich unzufrieden mit der bisherigen Arbeit der schwarz-roten Koalition. Es werde konjunkturell sicherlich auch wieder einmal schwieriger werden, sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. „Die Koalition aber stellt ungedeckte Schecks auf die Zukunft aus - bei dem, was sie auf den Weg gebracht hat und ausgibt für Soziales, Rente, Arbeitsmarkt und Gesundheit. Das wird uns und unsere Kinder und Enkel schwer belasten und ist eine Hypothek für die Zukunft.“

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer sagte, das Jahr 2018 sei zu einem erheblichen Teil von innerparteilichen Kontroversen geprägt gewesen: „Wir haben seit der Bundestagswahl anderthalb Jahre verloren. Es ist allen drei Parteien gelungen, das in Frage zu stellen, was sie zuvor politisch umgesetzt haben“, sagte Kramer. Er erinnere nur an den Streit um die sogenannte Obergrenze oder die Agenda 2010. „Darüber haben sich jeweils Union und SPD mit ruppigem Umgangston gestritten, wie es dem Ansehen der Politik nicht hilft. Nun brauchen wir eine konstruktive Arbeit in der Sache.“

Lesen Sie auch: Stephan Weil im Interview: „Die Koalition braucht ein Großreinemachen“

Von RND/dpa/lf

Der Grünen-Chef weist das kategorische Nein von SPD-Chefin Andrea Nahles zu einem staatlichen Garantiebeitrag zurück: Erst einmal müsse Arbeit neu definiert werden, fordert Robert Habeck.

01.01.2019

Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden, suchen oft Schutz in Frauenhäusern. Die Vermittlung eines Platzes gestaltet sich allerdings schwierig, denn durch die Wohnungsnot sind entsprechende Einrichtungen dauerhaft überfüllt. Der Bund reagiert mit umstrittenen Maßnahmen.

01.01.2019

Brasilien hat einen neuen Präsidenten: Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat sich für seine Amtszeit eine Menge vorgenommen, er steht für einen Richtungswechsel im Land. Während ihn viele Brasilianer als Hoffnungsträger sehen, fürchten Kritiker seine Ziele.

01.01.2019