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Promis Interview: Brad Pitt, wollen Sie nicht auch mal einen Oscar gewinnen?
Nachrichten Promis Interview: Brad Pitt, wollen Sie nicht auch mal einen Oscar gewinnen?
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21:31 27.09.2019
US-Schauspieler Brad Pitt Quelle: Getty Images for Breitling
New York

Normalerweise interessiert sich die Welt bevorzugt für sein Verhältnis zu (ehemaligen) Ehefrauen. Dank seines neuen Films „Ad Astra“ kann man sich bei Brad Pitt zur Abwechslung mal nach einer anderen Seite seines Familienlebens erkundigen.

Er spielt in dem Science-Fiction-Thriller nämlich einen Astronauten, der im Weltall nach seinem verschollenen Vater sucht. Anders als bei den ständigen Jolie- und Aniston-Fragen lässt sich der 55-Jährige gern in puncto Vater-Sohn-Verhältnis in die Karten schauen.

Im Interview spricht Pitt über seinen Film – aber auch über eine mögliche Oscarnominierung. Zwar war der Schauspieler bereits mehrmals nominiert, einen Preis konnte er bislang allerdings nur als Produzent von „12 Years a Slave“ 2014 mit nach Hause nehmen.

Welchen Einfluss hatte Ihr Vater William auf Ihre Lebenseinstellung?

Brad Pitt: Er war ein Mann seines Wortes. Er wuchs in sehr armen Verhältnissen auf und hat immer gesagt, dass wir Kinder es mal besser als er haben sollen. Das hat er eingehalten. Da ist er mir ein Vorbild. Und er hat mich zum Nachdenken gebracht, was ich für meine eigenen Kinder besser machen will.

Und was wäre das?

Brad Pitt: Dass ich sie offener erziehe und ihnen zeige, dass es okay ist, Gefühle zu zeigen. Ich komme auch noch aus einer Zeit, in der man dazu angehalten wurde, seine Schwächen zu verstecken. Doch diese Einstellung von Männlichkeit kreiert künstliche Barrieren, die Beziehungen zu geliebten Menschen im Wege stehen, weil man sich Gefühle wie Schmerzen, Scham und auch Reue nicht zugesteht.

Bereuen Sie Dinge in Ihrem Leben?

Brad Pitt: Das tun wir doch alle. Wobei ich denke, dass man seine Perspektive ändern sollte. Reue sind Erlebnisse aus der Vergangenheit, die aus bestimmten Gründen so passiert sind. Am Ende ist nur ganz wichtig, dass man sich selbst vergeben kann.

Sie waren bei der Mondlandung fünf Jahre alt. Haben Sie damals wie so viele Kinder davon geträumt, Astronaut zu werden?

Brad Pitt: Ich kann mich nicht daran erinnern, als Kind je diesen Wunsch gehabt zu haben. Ein Flug durchs Weltall führt zu einer einsamen Existenz, und man ist in einer ungastlichen Umgebung auf seinen Raumanzug angewiesen, um überleben zu können. Ich war schon immer ein Naturbursche, der durch die Wälder gezogen ist. Das habe ich von meinem Vater mit in die Wiege gelegt bekommen. Das war für mich die ultimative Freiheit.

Glauben Sie, dass es da draußen im Weltall Außerirdische gibt?

Brad Pitt: Es gibt Milliarden von Galaxien, das Universum ist unendlich. Daher glaube ich, dass es mehr als wahrscheinlich ist. Man kann spekulieren, in welcher Form diese Aliens kommen. Ich würde mich nicht wundern, wenn die Frage, ob da draußen noch andere sind, zu meinen Lebzeiten beantwortet werden kann!

Was würden Sie nach einem langen Allausflug als Erstes nach der Landung auf der Erde tun?

Brad Pitt: Ich würde direkt in meinem Vorgarten landen. Weil ich einfach wieder zu Hause sein und in meinem eigenen Bett schlafen will. Meine eigenen vier Wänden machen mich sehr happy!

Sie sind inzwischen seit 32 Jahren in Hollywood. Wie bleibt man so lange erfolgreich in Ihrer Branche?

Brad Pitt: Mach dein Selbstwertgefühl bloß nicht davon abhängig, ob du bestimmte Rollen bekommst oder wie erfolgreich Filme mit dir sind. Viel wichtiger ist, ob man seine innere Einstellung wahrt, dass man menschlich bleibt und tiefe Beziehungen mit anderen hat.

Es wurde berichtet, dass Sie die Schauspielerei an den Nagel hängen wollen. Stimmt das?

Brad Pitt: Nein. Ich werde meinen Job so lange ausüben, wie es nur geht. Bis man mich nicht mehr will. Allerdings suche ich mir meine Rollen heutzutage genauer aus, weil ich nicht mehr ständig unterwegs sein will.

Unter Hollywood-Insidern gelten Sie bereits als einer der Favoriten bei den nächsten Academy Awards. Wie wichtig wäre es Ihnen, endlich einen Oscar zu gewinnen?

Brad Pitt: Mir ist es wichtig, dass dieser Film erst einmal anläuft. Wir alle haben so viel da reingesteckt. Und dann bin ich gespannt, wie er ankommt. In puncto Oscar ist meine Einstellung: Wenn deine Nummer gezogen wird, dann ist das großartig. Und wenn andere gewinnen, insbesondere wenn es Freunde von mir sind, dann ist das auch großartig. Was halten Sie davon, wie erstklassig ich Ihrer Frage ausgewichen bin? (lacht)

Sehr gekonnt! Dann eine andere Frage. Wo würden Sie am liebsten Ihre goldenen Jahre verbringen?

Brad Pitt: Gute Frage. Im Moment stellt sich die nicht, weil ich immer da sein werde, wo meine Kids zur Schule gehen. Also die nächsten acht Jahre wird das noch so sein. Und wenn ich es mir dann aussuchen könnte, dann würde ich mir irgendeine ruhige Hütte in den Bergen aussuchen. Dort seine letzten Tage zu verbringen wäre perfekt.

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Von Dierk Sinderman/RND

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