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Wirtschaft Bio ist nicht gleich Bio
Nachrichten Wirtschaft Bio ist nicht gleich Bio
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20:31 25.02.2013

„Kritisch sehen wir alle Siegel, die von den Unternehmen selbst herausgegeben werden und mit denen sich die Unternehmen selbst zertifizieren”, erklärt Rücker. „Dort wird irgendeine Qualität versprochen, indem es einfach heißt: ,Artgerechte Tierhaltung’ oder ,Kontrollierter Anbau’.” Diese Begriffe seien gesetzlich nicht geschützt. „Sie können alles und nichts bedeuten. Für den Verbraucher ist aber nicht klar, was tatsächlich dahintersteht.”

Mindeststandards bei Bio-Lebensmitteln setzt die Europäische Union. Alle Produkte, die mit den Begriffen „Bio” und „Öko” werben, müssen das EU-Bio-Logo tragen: Ein stilisiertes Blatt aus zwölf weißen Sternen auf grünem Grund. Wer sich an die EG-Öko-Verordnung hält, kann gleichzeitig auch das deutsche Bio-Siegel führen. Dafür müssen die Zutaten zu 95 Prozent aus Öko-Betrieben kommen. Das weiß-grüne Sechseck mit der Aufschrift Bio gibt es bereits seit 2001.

„Das deutsche Bio-Siegel wird schrittweise vom europäischen Bio-Siegel abgelöst”, erklärt Martin Rombach vom Prüfverein Verarbeitung für ökologische Landbauprodukte in Karlsruhe. Seine Organisation kontrolliert, ob sich Bauernhöfe und Hersteller an die Bio-Vorschriften halten. Genau wie mehrere staatlich zugelassene Kontrollstellen in ganz Deutschland.

Die Kontrolleure prüfen aber nicht nur für die Label von EU und Bundesrepublik. Auch die großen privaten Bio-Siegel – Bioland, Naturland und Demeter – lassen ihre Betriebe von den Kontrollstellen testen. Strengere Anforderungen als die offiziellen Siegel haben die drei großen Anbieter auf jeden Fall, vor allem bei Haltung und Fütterung der Tiere. „Bei Demeter haben die Rinder zum Beispiel noch Hörner”, erklärt Rombach, dessen Institut auch für Demeter prüft. Demeter habe zudem die strengsten Richtlinien bei Zusatzstoffen.

Bioland ist laut Rombach bei der Fütterung der Tiere besonders streng. „Bei allen großen privaten Siegeln muss mit Bio-Futter gefüttert werden, aber Bioland hat hier ein besonders zuverlässiges Netz aufgebaut.”

Auch in den jüngsten Skandal um falsch ausgezeichnete Eier ist Bioland nach eigenen Angaben nicht verstrickt. „Soweit wir wissen, sind keine Bioland-Betriebe betroffen”, sagte Bioland-Sprecher Gerald Wehde gestern. Auch gegen Demeter-Betriebe wird laut einer Mitteilung des Öko-Verbundes nicht ermittelt. Betroffen seien hingegen Betriebe, die das Naturland-Siegel führen, bestätigte der Naturland-Geschäftsführer Steffen Reese gestern.

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