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Wirtschaft Boom-Jahr am Bau
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18:53 30.11.2017
Im Straßenbau sorgen auch zusätzliche Mittel aus der Landeskasse für eine gute Auftragslage. Quelle: dpa
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Potsdam

2017 war für Brandenburgs Bauwirtschaft ein Boom-Jahr. Das ergab die Herbstumfrage der Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg. 86 Prozent der knapp 900 Mitgliedsbetriebe schätzen ihre Lage als gut ein, 14 Prozent sind zufrieden. 57 Prozent erwarten bis Jahresende eine Steigerung ihrer Umsätze.

„Die Brandenburger Bauwirtschaft ist durchweg positiv gestimmt“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft, Reinhold Dellmann, am Donnerstag der MAZ. Besonders der Straßen- und Tiefbau habe eine „herausragende Entwicklung“ genommen. Hier weisen 81 Prozent der Betriebe eine gute Geschäftslage aus. Im Vorjahr meldeten das nicht einmal 30 Prozent. Im Hochbau bewerten knapp 86 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut, im Ausbau sind es sogar 91 Prozent. 63 Prozent der märkischen Straßen- und Tiefbauunternehmen haben nach eigenen Aussagen eine bessere Auftragslage – 2016 lag dieser Wert bei nicht einmal 12 Prozent.

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Mehr als ein Viertel der Bauunternehmen (fast 28 Prozent), hat seine Mitarbeiterzahl in den vergangenen Monaten aufgestockt – im Frühjahr waren erst 17 Prozent zu Neueinstellungen bereit. 19 Prozent der Firmen planen zudem, bis Jahresende weitere Mitarbeiter einzustellen.

Wie Dellmann sagt, sei die Beschäftigungsentwicklung im Bauhauptgewerbe in Brandenburg anders als in Berlin jedoch rückläufig. „Zunehmend werden Firmen, zum Beispiel aus der Lausitz, in Berlin aktiv.“ Das hat auch damit zu tun, dass der Energiekonzern Vattenfall als Großkunde vor allem auch für den Tiefbau weggefallen ist.

Wichtige Aufgabe der Branche sei die Nachwuchsgewinnung, so Dellmann. Mehr als 65 Prozent der Betriebe sehen den Fachkräftemangel als größtes Problem. Jedes zweite Unternehmen beklagt, dass nicht genügend Auszubildende vorhanden seien.

Von Volkmar Krause

30.11.2017
30.11.2017