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Wirtschaft Bund: Lausitz bekommt Uni-Klinik und Forschungsinstitute
Nachrichten Wirtschaft Bund: Lausitz bekommt Uni-Klinik und Forschungsinstitute
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06:15 17.05.2019
Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, will nächste Woche sein Eckpunktepapier für die Lausitz vorstellen. Quelle: dpa
Cottbus

Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Eckpunktepapier für die Stärkung der Lausitz erarbeitet. Nach Informationen des RBB listet es zahlreiche Investitionen auf, darunter 16 neue oder erweiterte Forschungseinrichtungen, etwa ein Fraunhofer-Instituts für Geothermie und Energieinfrastrukturen, sowie eine Universitätsklinik in Cottbus. Minister Peter Altmaier (CDU) will das Papier am Mittwoch vorstellen.

Institute für Energie- und Verkehrsfragen

hgg Wie der RBB auf seiner Internetseite berichtet, umfasst das Investitionsprogramm folgende Ansiedlungen: Gesundheitscampus und Universitätsmedizin/Next Generation Hospital Cottbus/Senftenberg, Fraunhofer-Institut für Geothermie und Energieinfrastrukturen, DLR-Institut für kohlendioxidarme Industrieprozesse Cottbus, DLR-Institut für Next Generation Turbo Fans (elektrische Flugzeugtriebwerke) Cottbus, Kompetenzzentrum energieintensive Industrien (KEI) in Cottbus, Kompetenzzentrum PtX für Umwandlung Windkraft in Wasserstoff, Wissenschaftscampus „Albrecht Thear“ Senftenberg – mit Geoforschungszentrum, Helmholtz-Gemeinschaft sowie Leibniz-Gesellschaft –, Zentrum für Künstliche Intelligenz Cottbus, vier Fraunhofer-Projektgruppen für den Aufbau von Fraunhofer-Zentren in Cottbus, Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für photonische Mikrosysteme Cottbus, Innovations-Campus Mikro-Sensorik (unter anderem Medizintechnik) Cottbus, Entwicklungszentrum für hybrid-elektrische Antriebssysteme Luftfahrt Cottbus sowie ein Cottbuser Kompetenzzentrum des Bundesamtes für Strahlenschutz „Elektromagnetische Felder“. Darüber hinaus sind offenbar mehrere Straßenbau- und Bahnprojekte geplant.

Förderbrücke F60 im Braunkohletagebau Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG). Quelle: Patrick Pleul/dpa

Neue Medizinerausbildung in Cottbus

Dass es eine neue Medizinerausbildung in der Lausitz geben soll, war bereits bekannt. Die Landesregierung plant, eine medizinische Fakultät in Cottbus aufzubauen. Offiziell ist es das Ziel, mit einer weiteren Einrichtung die Lausitz zu stärken und zugleich etwas gegen den akuten Ärztemangel im Land zu tun. Bislang gibt es in Brandenburg die private Medizinische Hochschule (MHB) „Theodor Fontane“ in Neuruppin und Brandenburg/Havel.

Woidke erwartet Investitionen

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte sich stets zuversichtlich gezeigt, dass der Kohleausstieg neue Investitionen in der Lausitz ermöglichen wird. Im Raum steht vor allem der Plan, die Lausitz zu einer Modellregion für den Strukturwandel und den Klimaschutz zu machen. Woidke zeigte sich zufrieden über die geplanten Mittel: „Dass der Bund signalisiert hat, er wird die Vorschläge der Kohlekommission übernehmen, bedeutet immerhin für uns, für die sächsische und brandenburgische Lausitz circa 850 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich. Ich glaube schon, dass man damit ein ganzes Stück Strukturentwicklung realisieren kann.“

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, am Donnerstag beim Ostdeutschen Unternehmertag. Quelle: Bernd Settnik/dpa

Zuletzt war die Rede von einem Stromspeicher, einer Batteriefabrik, neuen Bahnstrecken, einem digitalen Krankenhaus der nächsten Generation und einem Museum von Weltrang. 40 Milliarden Euro an Übergangshilfen sollen über 20 Jahre hinweg aus dem Bund in die vom Kohle-Aus betroffenen Regionen fließen. Die Lausitz kann mit 18 Milliarden Euro rechnen.

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Von MAZonline

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