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Wirtschaft Deutsche Bahn: Der Konzern bleibt ein Krisenfall
Nachrichten Wirtschaft Deutsche Bahn: Der Konzern bleibt ein Krisenfall
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20:34 16.12.2018
Die Deutsche Bahn hat immer wieder mit Verspätungen zu kämpfen. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Berlin

Immerhin – es gibt auch gute Nachrichten von der Bahn. Ihre Kunden müssen bis ins neue Jahr hinein keine neuen Streiks fürchten. Und das trotz verhärteter Fronten in der Tarifauseinandersetzung mit den Lokführern.

Die Einigung mit der großen Eisenbahnergewerkschaft EVG vom Wochenende wird zwar sehr teuer und sie erfordert, weil sie auch die Option zur Arbeitszeitverkürzung vorsieht, zusätzliches Personal. Im Bahn-Tower dürfte der Durchbruch dennoch für erhebliche Erleichterung gesorgt haben.

Überfällige Kurskorrektur

Unabhängig davon: Der Konzern bleibt ein Krisenfall. Es sind vor allem die Fehler der Vergangenheit, die ihm zu schaffen machen. Dass man Investitionen in neue Züge und den Ausbau der großen Netzknoten hinausgeschoben hat, rächt sich jedenfalls. Viel zu lange hat die Bundesregierung darauf gesetzt, dass sich die Probleme schon irgendwie von selbst lösen würden.

Inzwischen deutet sich die überfällige Kurskorrektur an. Man will von den Bahn-Bossen bereits im Januar ein schlüssiges Konzept für die Zukunft haben: Für pünktlichere Züge, bessere Kundeninformation, mehr Service, ein digitalisiertes Netz und schwarze Zahlen im Güterverkehr.

Bahnchef fährt auf Sicht

Bahn-Chef Richard Lutz tut sich bislang schwer damit. Die Gewinnziele für die nächsten Jahre hat er bereits deutlich heruntergeschraubt. Ansonsten fährt der Vorstandsvorsitzende vor allem auf Sicht. Das aber ist bei weitem nicht genug, um den Bund als Eigentümer zu überzeugen, die notwendigen Milliarden für längst überfällige Investitionen in Personal, Schienen und Züge bereitzustellen.

Der Ordnungsruf aus dem Bundesverkehrsministerium kommt deshalb zur richtigen Zeit. Denn der Handlungsbedarf ist erheblich. Es gilt, die Kapazitäten bei der Bahn deutlich zu erhöhen. Schließlich belegen alle Prognosen für das kommende Jahrzehnt den Bedarf mehr Güter- und Personenverkehr auf der Schiene.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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