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Wirtschaft EU-Vorstoß: Autos sollen ab 2022 selbstständig bremsen
Nachrichten Wirtschaft EU-Vorstoß: Autos sollen ab 2022 selbstständig bremsen
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14:42 31.03.2019
Höchstgeschwindigkeit 130: Was der Fahrer nicht erkennt oder erkennen will, übernimmt in naher Zukunft der Assistent. Quelle: Jens Büttner/ZB/dpa
Brüssel

Neuwagen sollen ab 2022 automatisch Geschwindigkeitsbegrenzungen erkennen und selbsttätig abbremsen. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich darauf, bestimmte Kontrollsysteme verpflichtend zu machen. Damit ebneten sie den Einstieg ins autonome Fahren. Eins der Systeme heißt „Intelligent Speed Assistance“ (ISA, Intelligente Geschwindigkeits-Assistenz). Durch eine Kombination aus Kameras und GPS erkennt das System Geschwindigkeitsbeschränkungen. Wenn der Fahrer nicht darauf reagiert, bremste es automatisch ab.

Das System kann manuell abgeschaltet werden, indem der Fahrer das Gaspedal durchtritt, etwa im Überholvorgang. Zusammen mit anderen Assistenz-Systemen soll es dazu beitragen, in den nächsten 18 Jahren 25 000 Todesfälle im Straßenverkehr zu verhindern. Für Lkw und Busse wird zudem ein Abbiegeassistent Pflicht.

„Riesensprung nach vorne für die Sicherheit auf Europas Straßen“

Antonio Avenoso, Direktor des „European Transport Safety Council“ beschrieb die Einigung als „Riesensprung nach vorne für die Sicherheit auf Europas Straßen“. Sie sei mit der allgemeinen Gurtpflicht und der Einführung allgemeiner Crash-Sicherheitsstandards zu vergleichen.

Das Maßnahmen-Paket muss noch vom Europaparlament ratifiziert werden. Das soll nach der Sommerpause geschehen. Technisch werden verschiedene dieser Systeme wie Spurhalteassistent und Notbremssystem bereits in bestimmten Fahrzeugen, besonders der Oberklasse, eingesetzt. Verpflichtend sind sie aber bisher nicht.

Von Jan Sternberg/RND

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