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Wirtschaft Gepäckpreise nicht transparent: Klage gegen Easyjet
Nachrichten Wirtschaft Gepäckpreise nicht transparent: Klage gegen Easyjet
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18:25 24.01.2018
Viele Passagiere buchen erst kurz vor der Abreise ihr Gepäck zum Flug dazu. Das kann teurer als geplant werden. Quelle: dpa
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Potsdam

Easyjet informiert Fluggäste zwar in den Online-Gepäckinformationen darüber, dass die Preise für das aufzugebende Gepäck je nach Strecke und Art der Buchung variieren. Es fehlt nach Angaben der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) aber die Information, dass sich der bei Flugbuchung angegebene Gepäckpreis bei späteren Nach- oder Zubuchungen verteuern kann.

Nachdem sie Verbraucherbeschwerden erhalten hat, hat die Verbraucherzentrale im Sommer und Herbst 2017 vier Flugstrecken von EasyJet einem mehrfachen Test bis zum Abflugtag unterzogen. „Dabei haben wir festgestellt, dass sich die Preise für Aufgabegepäck bis Flugantritt tatsächlich häufig erhöhten“, berichtet Sabine Fischer-Volk, Reiserechtsexpertin der VZB. „Easyjet muss transparent über die Kosten aufklären, denn nur dann können Verbraucher informiert entscheiden, wann sie ihr Gepäck buchen“, so Fischer-Volk.

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Verbraucherzentrale fordert Änderung – Airline reagiert nicht

Die Verbraucherzentrale hatte Easyjet im September 2017 aufgefordert, die irreführenden Preisangaben zu unterlassen. Da die Airline bisher nicht reagiert hat, haben die Verbraucherschützer nun Klage eingereicht.

Nach Art. 23 der EU-Verordnung 1008/2008 müssen Fluggesellschaften Zusatzkosten eindeutig zu Beginn jedes Buchungsvorgangs mitteilen. „Der Fluggast muss wissen, welche Kosten über die reine Flugbeförderung hinaus auf ihn zukommen. Denn häufig sind Zusatzkosten für Gepäck, Sitzplatz oder Servicegebühr in der Summe sogar teurer als der eigentliche Beförderungspreis“, betont die Verbraucherschützerin.

Von MAZonline