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Wirtschaft Fusion mit Karstadt: Kaufhof baut 2600 Stellen ab
Nachrichten Wirtschaft Fusion mit Karstadt: Kaufhof baut 2600 Stellen ab
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16:59 25.01.2019
Krise bei Kaufhof: 2600 Mitarbeiter aus der Verwaltung und den Verkaufsfilialen müssen gehen. Quelle: Michael Gottschalk/ Getty Images
Essen

Bei der kriselnden Kaufhauskette Kaufhof sollen im Zuge der Fusion mit dem Rivalen Karstadt rund 2600 Stellen abgebaut werden, kündigte Karstadt an. Konzernchef Stephan Fanderl betonte, in seinem derzeitigen Zustand sei der Kaufhof „langfristig nicht überlebensfähig“. Vergangenes Jahr verließen bereits der damalige Kaufhof-Chef Roland Neuwald und enge Mitarbeiter das Unternehmen.

Nun sind noch mehr Kaufhof-Mitarbeiter dran. Rund 1000 Vollzeitstellen sollen in den Führungs- und Verwaltungsstrukturen wegfallen, weitere 1600 Vollzeitstellen in den Filialen, wie der Konzern mitteilte. Sanierungsbedingte Filialschließungen seien dagegen vorläufig nicht geplant.

Kosten sparen: Kaufhof steigt aus der Tarifbindung aus

Der Konzern will die wichtigsten Führungs- und Verwaltungsstrukturen beider Warenhäuser künftig in der bisherigen Karstadt-Zentrale in Essen bündeln. Am Standort Köln, bisher der Sitz der Kaufhof-Zentrale, soll ein Kompetenz-Center für Digitalisierung und E-Commerce aufgebaut werden. Außerdem soll von hier aus das Gastronomie- und Lebensmittelgeschäft gesteuert werden.

Um Kosten zu sparen, wird Kaufhof außerdem umgehend aus der Tarifbindung aussteigen. Das Unternehmen strebe eine individuelle Tariflösung an, die der wirtschaftlichen Notsituation von Kaufhof Rechnung trage, hieß es.

Trend verschlafen? Kaufhof will fit werden für das Internet

Fanderl soll aus den beiden schwächelnden Warenhauskonzernen einen auch im Internet-Zeitalter wettbewerbsfähigen Handelsriesen schmieden. Dabei steht er unter erheblichem Druck. Nach Karstadt-Angaben blieb das Weihnachtsgeschäft beim Kaufhof deutlich unter den Erwartungen. Auch bei Karstadt soll es nach Angaben aus informierten Kreisen nicht gut gelaufen sein.

Under pressure: Geschäftsführer Stephan Fanderl soll mit der Fusion von Karstadt und Kaufhof den Handelsriesen von morgen aufbauen. Quelle: Rolf Vennenbernd/ dpa

Der Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof ist aus der Not geboren. Kaufhof und Karstadt macht seit Jahren der Siegeszug von Billiganbietern wie Primark und Online-Händlern wie Amazon oder Zalando zu schaffen, aber auch die Konkurrenz der großen Einkaufszentren. Von dem Zusammenschluss erhoffen sich die beiden Ketten eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition.

Von RND/dpa

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