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Wirtschaft Kommentar: Eskaliert der Handelskrieg weiter, gibt es nur Verlierer
Nachrichten Wirtschaft Kommentar: Eskaliert der Handelskrieg weiter, gibt es nur Verlierer
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17:12 20.05.2019
Am härtesten trifft Huawei, dass das Unternehmen nun auf Android-Software verzichten muss. Quelle: AP
Hannover

Von „Kaltem Krieg“ und der „nuklearen Option“ ist die Rede. Diese martialischen Beschreibungen von Analysten sind übertrieben. Gleichwohl ist die Eskalation im Handelsstreit zwischen USA und China bedrohlich. Präsident Donald Trump hat jetzt zu seiner stärksten Waffe gegriffen. Er hat den chinesischen Tech-Giganten Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, weil das Unternehmen nach offizieller Diktion die nationale Sicherheit gefährdet. Was allerdings nicht erwiesen, aber auch nicht widerlegt ist.

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Doch darum geht es Trump gar nicht. Er will maximalen Druck für die Verhandlungen über ein Handelsabkommen aufbauen: Unternehmen in den USA müssen sich ab sofort eine Genehmigung der Regierung holen, wenn sie mit Huawei weiter zusammenarbeiten wollen.

Große Techkonzerne wie Intel, Qualcomm und der US-Ableger des deutschen Chipherstellers Infineon haben die Konsequenzen gezogen und die Belieferung von Huawei eingestellt.

Zwingt Trump Chinas Regierung in die Knie?

Am härtesten trifft die Chinesen, dass sie nun auf ein Großteil der Programme für das Smartphone-Betriebssystem Android verzichten müssen – das kommt von der Google-Mutter Alphabet. Allein die Ankündigung genügt, um den Absatz der chinesischen Handys einbrechen zu lassen.

Dennoch es ist äußerst fraglich, ob die kommunistische Führung sich dadurch in die Knie zwingen lässt. Die chinesische Regierung will sich nicht demütigen lassen und ihr Gesicht verlieren. Notfalls wird sie Huawei mit staatlichen Finanzhilfen durchfüttern und mit allen Mitteln helfen, um von US-Zulieferern unabhängig zu werden und um eigene Soft- und Hardware serienreif zu machen, an der längst intensiv gearbeitet wird.

Es droht eine Eskalation des Konflikts, die nur Verlierer kennt. Dazu würden auch die Beschäftigten von Infineon, Intel, Alphabet und Qualcomm zählen.

Von RND/Frank-Thomas Wenzel

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