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Wirtschaft McDonalds setzt auf Veganer – und radikale Umweltschützer
Nachrichten Wirtschaft McDonalds setzt auf Veganer – und radikale Umweltschützer
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19:19 26.04.2019
Aus dem Hambacher Forst in die McDonald’s Werbung: Eine Baumbesetzung. Quelle: Screenshot/McDonald’s
Hannover

McDonald’s bemüht sich um ein grüneres Image: Mit viel Tamtam kündigte die Burgerkette jüngst den ersten veganen Burger an. Ein neuer Werbespot adressiert explizit die umweltbewusste Kundschaft – und spielt mit Bildern, die an die jüngsten Proteste im Hambacher Forst erinnern.

Die Handlung ist schnell zusammengefasst: Er ist Waldarbeiter, will einem Baum mit der Kettensäge zu Leibe rücken. Sie ist Umweltschützerin, hat sich in einem Baumhaus in der Krone eingenistet, zeigt ihm die kalte Schulter und macht keinerlei Anstalten, herunter zu kommen. Es bleibt eine Weile beim Belagerungszustand. Bis der Waldarbeiter eine zündende Idee hat – und der zuvor sehr verschlossenen Umweltschützerin einen veganen Burger anbietet. Die Quittung: Ein erstes Lächeln und ein gemeinsames Burger-Essen im Baumhaus.

Die Bilder erinnern wohl nicht ganz zufällig an die Proteste im Hambacher Forst. Dort hatten im vergangenen Jahr Umweltschützer und Kohlestrom-Gegner zahlreiche Baumhäuser errichtet, um gegen die Rohdung des Waldes und einen Tagebau von RWE zu protestieren. Bei den Protesten kam es allerdings immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Ein Mensch stürzte von einem Baumhaus und starb dabei.

Indes versucht McDonald’s schon länger, sich ein nachhaltigeres Image zu erarbeiten. Einige der Filialen sind mittlerweile grün statt rot angestrichen. Auch einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht die Fast-Food-Kette jährlich.

In diesem erfahren Leser, dass McDonald’s teilweise auf Ökostrom setzt und, dass 6 Prozent des bei McDonalds verkauften Rindfleisches aus einem „nachhaltigen“ Best-Beef-Programm stammen. Oder, dass McDonald’s jährlich gut 47.000 Tonnen Verpackungsmüll generiert – und zur Müllvermeidung die Mayo- und Ketchup-Verpackungen verkleinert wurden.

Umweltschützer nahmen deshalb McDonald’s neues Image bislang nicht besonders ernst. Greenpeace nannte die Fast-Food-Kette „ein Paradebeispiel für Greenwashing“. Zumindest die Tierschützer von Peta scheinen ihre Meinung allerdings zu ändern. „Vielen Dank für den ersten großen Schritt in eine tierfreundliche Richtung,“ kommentierte Peta-Deutschland den neuen Werbespot.

Von RND/Christoph Höland

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